Die SPD-Spitze aus Stadt und Landkreis mit MdL Johanna Werner-Muggendorfer bei der Spendenübergabe
SPD überbrachte Spende an die Landshuter Tafel
SPD überbrachte Spende an die Landshuter Tafel
Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und doch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln in Deutschland bemühen sich hier um einen Ausgleich. Seit 4 Jahren gibt es auch in Landshut eine „Tafel“, die unter dem Dach der Diakonie betrieben wird. Im Landkreis gibt es in Rottenburg und Vilsbiburg ebenfalls „Tafeln“, informierte Holger Peters von der Diakonie die Abordnung der SPD, die eine Geldspende und Süßigkeiten für die Kinder überreichte.
Gemeinsam mit der Bezirksvorsitzenden, MdL Johanna Werner-Muggendorfer besuchte die Spitze der SPD aus Stadt und Landkreis Landshut die Landshuter Tafel unter Leitung von Brigitte Hochban. „Sozusagen als Auftakt zum „Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ in 2010 wollen wir heute als Sozialdemokraten eine Solidaritätsadresse abgeben“, formulierte es die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller.
„Ziel der Tafeln sei es, qualitativ einwandfreie Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Menschen in Not zu verteilen“, informierte Brigitte Hochban, die mit 56 ehrenamtlichen Mitarbeitern die „Tafel“ managt und selbst fast 40 Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig ist. Von der ausgeklügelten Organisation und Lagerhaltung zeigte sich stellvertretende Landrätin Christel Engelhard beeindruckt, insbesondere da alles ehrenamtlich geschehe.
Robert Gewies, Fraktionsvorsitzender der SPD im Landshuter Stadtrat war an der Herkunft der Bedürftigen interessiert: 2/3 der Einkäufer kämen aus der Stadt Landshut, und 1/3 aus dem Landkreis Landshut, erläuterte Brigitte Hochban. Für die rund 100 alleinerziehenden Frauen gibt es einen eigenen Tag, an dem sie ihre Einkäufe tätigen können. In ganz Bayern gibt es rund 160 Tafeln und der Bedarf werde weiter steigen, prognostizierte Stadträtin Ute Kubatschka, denn die Altersarmut insbesondere bei Frauen nehme stetig zu.
Die Landshuter Tafel erhält von 60 Geschäften wöchentlich Lebensmittel – mit vielen Supermärkten seien sehr zuverlässige Abmachungen getroffen worden. „Leider geht uns oft das Brot aus, hier wären wir für zusätzliche Bäckereien dankbar, die übrig gebliebenes Brot der „Tafel“ geben, anstatt es für Biomasse zu verwenden“, so Hochban.
Stadtverbandsvorsitzende Anja König wollte wissen, wie es möglich sei, auf einfachem und unbürokratischem Weg die Tafel zu unterstützen, worauf Brigitte Hochban auf das gerade stattfindende Aktion von REWE Bayern „Kauf eins mehr“ verwies. Hier könnten Bürger bei ihrem täglichen Einkauf ein zusätzliches Lebensmittel kaufen und nach dem Bezahlen auf dem „Tafel-Tisch“ spenden. So werde aus vielen kleinen Einzelspenden auch eine Vielzahl von Hilfen möglich.
Leider gibt es auch in Bayern Armut, bekräftigt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im bayerischen Landtag, Werner-Muggendorfer. Auch aus ihrer Arbeit als stellvertretende Bezirksvorsitzende der AWO wisse sie, dass etwa 160 000 Kinder an oder unter der Armutsgrenze leben, ebenso 400 000 Rentnerinnen und Rentner.
Deshalb sei sie froh, dass es Menschen gebe, die ehrenamtlich so viel Zeit damit verbringen, bei der Tafel Hilfe vor Ort zu organisieen.
Die Zahl der „Tafeln“ steige ständig – das sei aber auch für die Politik ein Zeichen, um zu handeln, so Werner-Muggendorfer. Es sei Zeit für einen Mindestlohn, der es den Menschen erlaube, von ihrer Hände Arbeit auch leben zu dürfen. „Arm in einem reichen Land“ – davon zeuge die Arbeit der Tafeln und als Sozialpolitikerin sei sie zwar einerseits dankbar für die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen. Andererseits freue sie sich auf den Tag, an dem es solche Einrichtungen in Bayern nicht mehr brauche.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.