Podiumsdiskussion mit MdEP Ismail Ertug, EU-Energiekommisar Günther Oettinger und Dr. Axel Berg von Eurosolar e.V.
Die Nuklearkatastrophe in Fukushima zeigt 25 Jahre nach dem Super-GAU in Tschernobyl erneut, dass es keine absolute Sicherheit bei der Erzeugung von Atomstrom gibt. Seit Tagen besteht die Gefahr einer Kernschmelze in mehreren japanischen Reaktoren mit möglicherweise katastrophalen Folgen, besonders für den pazifischen Raum.
Das Atomkraftwerk Fukushima zählt zu den ältesten AKWs in Japan und sollte eigentlich schon im Jahr 2000 abgeschaltet werden. Trotz großer Bedenken wurde die Laufzeit dieses Reaktors mehrmals verlängert.
Auch die jetzige Bundesregierung beschloss im letzten Herbst eine Verlängerung der Laufzeiten aller deutschen Kernkraftwerke. Dieses Gesetz wurde vor wenigen Tagen zunächst für drei Monate ausgesetzt. Die Bundesregierung will die acht ältesten Atomreaktoren vorerst abschalten und auf Sicherheitsrisiken hin untersuchen lassen.
Deutlicher als je zuvor melden sich die Befürworter des schnellen Ausbaus erneuerbarer Energien zu Wort. Mit dem EEG und den darin angelegten Förderinstrumenten legte die rot-grüne Bundesregierung schon vor Jahren den Grundstein für Energiesparen, Energieeffizienz und einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Das EEG diente europa-, ja weltweit als Vorbild für entsprechende Fördergesetze.
- Welche energiepolitischen Ziele verfolgt nun die EU-Kommission nach dem Atomunfall in Japan?
- Welche Rolle spielt dabei die weitere Nutzung der Kernenergie? Gibt es Szenarien für den Ausstieg aus dem Atom-Zeitalter?
- Welche Bedeutung messen Europaparlament und die Kommission dem Ausbau der erneuerbaren Energien bei?
Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Passau zu einer Podiumsdiskussion mit
Dr. Axel Berg, Vorsitzender der Deutschen Sektion von Eurosolar e.V., dem Europa-Abgeordneten
Ismail Ertug und
Günther H. Oettinger, EU-Kommissar für Energie ein.
4. April 2011, 17:00 Uhr, Rathaussaal im Alten Rathaus , Schrottgasse , 94032 Passau
Anmeldung erforderlich unter regensburg@fes.de