"Die Wolke verpufft, Erkenntnise müssen bleiben!"

Veröffentlicht am 20.04.2010 in Verkehr
© Jürgen Herda
Ismail Ertug mit Martin Schulz (Bild: Jürgen Herda ©)

MdEP Ismail Ertug zu den verkehrspolitischen Folgen der beendeten Luftraumsperre

"Die Vulkanwolke wird verpuffen, die Erkenntnis aber muss bleiben: Dass ein dichtes, gut ausgebautes und ausbalanciertes europäisches Verkehrsnetz nicht Luxus ist, sondern Notwendigkeit", erklärt Ismail Ertug, Mitglied des Verkehrsausschusses, anlässlich der Luftverkehrskrise, die der Vulkan Eyjafjallajökull auslöste. In einer kurzfristig angesetzten Plenumsdebatte diskutierten Ertug und jene Kollegen, die es ebenfalls rechtzeitig nach Straßburg geschafft hatten, wie gestrandeten Passagieren schnellstmöglich geholfen werden kann und wie künftige Krisen europäisch bewältigt werden können.

"Wirtschaftliche Interessen der Flughäfen und Fluggesellschaften, so berechtigt sie sind, gehen nicht über die Sicherheit der Passagiere", stellt Ertug klar. "Ob ein Flugzeug startet oder nicht, entscheiden nicht Politiker und nicht Unternehmer, sondern die Experten der Flugsicherung des jeweiligen Landes in Absprache mit ihren europäischen Kollegen", schildert Ertug das aktuelle Entscheidungsverfahren, das der Rat der Verkehrsminister am Montag per Videokonferenz beschlossen hat.

"Wenn der Ausbruch eines gezeigt hat, dann dass wir mehr Europa brauchen", ergänzt Ertug "nicht nur für einen gemeinsamen Katastrophenschutz, der schnell und grenzübergreifend wirkt. Beispielsweise die Testflüge und damit die Arbeit von Eurocontrol und dem Rat hätten nicht erst fünf Tage nach Ausbruch des Vulkans beginnen dürfen."

Aber auch in der Verkehrspolitik fordert Ertug "mehr Europa: "Schienenverkehr und Binnenfahrt dürfen weder von der Kommission noch von den Mitgliedsstaaten, die leider in der Umsetzung der Eisenbahnrichtline hinterher hinken, noch stiefmütterlich behandeln", weist Ertug "eine Schwachstelle bisheriger europäischer Verkehrspolitik" hin. "Auch der einheitliche Luftverkehr ("Single European Sky") muss mit mehr Konsequenz vorangetrieben und zu einem Ergebnis geführt werden", so Ertug.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.