Die SPD-Mitglieder werden entscheiden

Veröffentlicht am 01.10.2013 in Bundespolitik
SPD-Parteikonvent ermöglicht Sondierungsgespräche

Beim SPD-Parteikonvent am Freitag in Berlin haben über 200 SPD-Delegierte aus ganz Deutschland, darunter die Vertreter aus Niederbayern, der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold MdB, die Deggendorfer SPD-Unterbezirksvorsitzende Rita Hagl-Kehl MdB und der Dingolfinger SPD-Kreisvorsitzende Dr. Bernd Vilsmeier, sehr intensiv und konstruktiv über den Weg der Partei in der aktuellen Koalitionsfrage diskutiert. Mit sehr großer Mehrheit sprachen sich die Delegierten für den klar definierten Ablauf ergebnisoffener Gespräche mit der Union aus. Sollten am Ende Koalitionsverhandlungen stehen, werden die Parteimitglieder über das Ergebnis entscheiden.

Die SPD ist zu Gesprächen mit der Union bereit. Das hat der Parteikonvent am Freitagabend bei fünf Gegenstimmen und drei Enthaltungen mit großer Mehrheit beschlossen. Im Anschluss an den kleinen Parteitag machte SPD-Parteichef Sigmar Gabriel noch einmal sehr deutlich: „Der Konvent hat nicht den Weg frei gemacht für Koalitionsverhandlungen, sondern für Sondierungsgespräche.“

Eine Regierungsbeteiligung soll nicht die Leitlinie der SPD bei solchen Gesprächen sein. „Unsere Leitlinien sind die Inhalte sozialdemokratischer Politik. Wir haben einen Auftrag für einen Politikwechsel“, so die Vertreter Niederbayerns.

Der Beschluss des Parteikonvents beschreibt das weitere Verfahren klar: Zunächst muss eine Einladung der Union zu Gesprächen erfolgen. Die Resultate solcher Gespräche werden dem dafür nun unterbrochenen Parteikonvent vorgestellt. Dort wird entschieden, ob die SPD auf Basis dieser Ergebnisse zur Aufnahme von Koalitionsverhandlungen bereit ist. Sollte es dazu kommen, muss am Ende ein Mitgliedervotum stehen – „und zwar ein bindendes Mitgliedervotum“, so Pronold, Hagl-Kehl und Vilsmeier.

Unsere Wähler haben sich ganz bewusst für einen Politikwechsel, der die Menschen und unser Land auch in den nächsten Jahren stark und erfolgreich machen wird. Wir wollen wieder mehr Solidarität und Miteinander, damit die Chancen der Menschen in unserem Land nicht allein vom Geldbeutel abhängen, machten Pronold, Hagl-Kehl und Dr. Vilsmeier deutlich. Dafür haben wir ein gut durchdachtes Wahlprogramm mit einem klaren Finanzierungsvorschlag breit diskutiert und einhellig beschlossen. Dagegen zeigt sich nun umso deutlicher, dass die Wahlversprechen von Merkel und Seehofer mit CDU und CSU lauter ungedeckte Schecks waren, kritisieren Pronold, Hagl-Kehl und Vilsmeier, weil sie jetzt eine Diskussion über mögliche Steuererhöhungen anzetteln. Denn Merkel und Seehofer wissen ganz genau, dass ihre milliardenschweren Wahlversprechen anders nicht finanzierbar sind.

Foto: Florian Pronold MdB, Rita Hagl-Kehl MdB und Dr. Bernd Vilsmeier wollen die SPD-Mitglieder über mögliche Koalitionen entscheiden lassen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.