Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung heute mittgeteilt hat, „liefern die endgültigen Ergebnisse des Zensus 2011 nähere Informationen zur demografischen Struktur und regionale Verteilung der Selbstständigen in Bayern.“ Von den bayerischen Bürgerinnen und Bürgern war, nach Angaben des Zensus, im Schnitt jeder neunte selbstständig. Dies ergibt eine Selbstständigenquote von 11,1 Prozent.
Wie aus dem Zensus ebenfalls hervor geht, weisen vor allem die südlichen Landkreise in Bayern eine hohe Selbstständigenquote auf. So gibt es in Oberbayern insgesamt 315 280 Selbstständige, während der Regierungsbezirk Oberpfalz nur auf insgesamt 54 630 Selbstständige kommt. Wie die Zahlen zeigen, ist die Quote der Selbstständigen in der nördlichen Oberpfalz allerdings alarmierend niedrig. Die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth weisen mit einem Anteil von nur 8,6 bzw. 10 Prozent den niedrigsten Prozentsatz an Selbstständigen in der gesamten Oberpfalz aus.
Ebenso ergab der Zensus 2011 auch, dass in Bayern eine selbstständige Tätigkeit im Schnitt häufiger von Männern als von Frauen ausgeführt wird. Dies trifft auch auf die Landkreise Neustadt und Tirschenreuth zu. Im Landkreis Neustadt/WN gingen mit 5 Prozent nicht einmal halb so viele Frauen wie Männer (11,6%) einer selbstständigen Arbeit nach. Ein gleiches Bild zeichnet sich auch im Landkreis Tirschenreuth ab. Hier waren 5,7% der Selbstständigen weiblich, während das männliche Pendant 13,6 Prozent ausmachte.
Auch bei der kreisfreien Stadt Weiden ergibt sich dieses Bild. Hier sind 14,7 Prozent der rund 2 270 Selbstständigen männlich und nur 7 Prozent weiblich.
Annette Karl, die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und örtliche Abgeordnete:“ Ich rufe die gut ausgebildeten jungen Leute in unserer Heimat auf, mehr zu wagen und ihre Ideen und Innovationen zur Firmengründung zu nutzen. Gerade in der Zusammenarbeit mit der Hochschule in Weiden ergeben sich hier großartige Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Der Freistaat muss die Möglichkeiten an Wagniskapital zu kommen, erleichtern. Denkbar wäre auch die Auflage eines regionalen Fonds, der innovative Geschäftsideen in der Heimat unterstützt. Hierfür werde ich mich mit aller Kraft einsetzen.“