Zum Tag des offenen Denkmals mahnt SPD-Haushaltsexperte Strobl mehr Mittel an
Zum „Tag des offenen Denkmals“ am kommenden Sonntag weist der Landtagsabgeordnete und Haushaltsexperte Reinhold Strobl (SPD) auf die problematische finanzielle Situation des Denkmalschutzes in Bayern hin. „Im Jahr 1998 betrug der Ansatz für den Denkmalschutz im Staatshaushalt noch fast 17 Millionen Euro. Im aktuellen Doppelhaushalt sind es im Schnitt pro Haushaltsjahr noch nicht mal elf Millionen“, so Strobl, der als Vertreter seiner Fraktion für den Landesdenkmalbeirat nominiert ist.
„Der Freistaat Bayern zieht sich bereits seit geraumer Zeit systematisch aus seiner Verantwortung bei der Denkmalpflege zurück“, betont Strobl, „Dadurch wird nicht nur das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in seiner Funktion erheblich eingeschränkt, sondern auch die vielen privaten Besitzer von Baudenkmälern vor große Probleme gestellt. Sie sind einerseits dazu verpflichtet, das in ihrem Besitz befindliche Kulturgut instand zu setzen, sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdung zu schützen, andererseits aber fließen die Mittel des Freistaats dafür immer spärlicher. Das können viele Eigentümer einfach nicht mehr aus ihren Einkünften bewältigen.“
Durch die dramatischen Einschnitte im Staatsbudget droht vielen bayerischen Baudenkmälern der Verfall. Strobl: „Die Denkmalpflege ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für viele mittelständische Betriebe und Unternehmen und stellt einen unverzichtbaren Beitrag zur Erhaltung von Tradition und Geschichte dar. Sie hat in einem Land wie Bayern mit seinen reichen kulturellen Schätzen einen unermesslichen Wert. Und wie sehr die Menschen das wertschätzen, zeigt sich an den Hunderttausenden von Interessierten, die allein an diesem „Tag des offenen Denkmals“ die bayerischen Baudenkmäler besuchen werden“.