Den Wilhelm-Dröscher-Preis nach Niederbayern holen

Veröffentlicht am 27.11.2011 in Allgemein

SPD präsentiert sich mit „Aktionen gegen Rechts“ auf dem SPD-Parteitag in Berlin

In einer Woche findet der Bundesparteitag der SPD in Berlin vom 4. bis 6. Dezember 2011. Die niederbayerische SPD ist neben den Delegierten in diesem Jahr auch mit einem Stand auf dem Parteitagsgelände vertreten, informierte die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller bei der Sitzung des geschäftsführenden Bezirksvorstands in Plattling.

Der 2008 gegründete SPD-AK Labertal, der mit 14 Ortsvereinen aus den beiden Regierungsbezirken Niederbayern und Oberbayern regelmäßige Aktionen und Projekte für Zivilcourage und gegen Rechts durchführt, wurde für den Dröscher-Preis nominiert.

Elf dieser 14 im SPD-AK Labertal aktiven SPD-Ortsvereine kommen aus Niederbayern, freut sich auch die Bezirksgeschäftsführerin der niederbayerischen SPD, Christine Schrock über das gute Netzwerk. Mit dem Projekt „Wider das Vergessen – Zivilcourage heute“ hat sich der SPD-AK Labertal in der Kategorie „Aktionen gegen Rechts“ beworben. Der Kampf gegen Rechts ist und bleibt eine zentrale Aufgabe für alle Demokraten, waren sich die niederbayerischen Sozialdemokraten einig. Dem SPD-AK Labertal ist es gelungen, mit einer breiten gesellschaftspolitischen Offensive den Dialog mit Initiativen und Verbänden vor Ort zum Thema „Rechtsextremismus“ zu gestalten. Und das schon seit einigen Jahren.

An 15 Schulen im Labertal konnten in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung des DGB Ausstellungen und Vorträge über die Zeit des Nationalsozialismus und Rechtsextremismus heute gezeigt werden. 10 Wochen lang war in Zusammenarbeit mit den evangelischen Kirchen im vergangenen Jahr die „Bonhoeffer-Ausstellung“ aus Hamburg im Labertal unterwegs, umrahmt von vielen Begleitveranstaltungen wie Zeitzeugengesprächen, Filmvorführungen, Buchausstellungen und einem Konzert.

Aufgrund der großen Nachfrage konnte die Ausstellung in diesem Jahr noch einmal in Niederbayern gezeigt werden, erinnert der stellvertretende Bezirksvorsitzende Christian Flisek an die Termine in Deggendorf und Passau.

2010 wurden Historische Themennachmittage zu „65 Jahre Kriegsende im Labertal“ abgehalten und 2011 startete die Geschichtsreihe „Der kleine Widerstand im Labertal“ mit bisher drei Vorträgen in Langquaid, Geiselhöring und Rottenburg.

Dass Aufklärung und Information über Geschichte und ihre Lehren daraus wichtig sind, ist angesichts der neuen Dimensionen des Rechtsterrorismus wohl unbestritten, lobte die Landtagsabgeordnete Johanna Werner-Muggendorfer das Engagement des in Bayern einzigartigen SPD-Arbeitskreises.

Mit dem am Bundesparteitag ausgelobten Wilhelm-Dröscher-Preises wird das Andenken an Wilhelm Dröscher, den aktiven, bürgernahen und pragmatischen aber auch visionären Sozialdemokraten lebendig gehalten.

Foto v. l. n. r. - ein Teil der Delegierten der niederbayerischen SPD für den Bundesparteitag in Berlin: Christian Plach, Bernd Vilsmeier, MdL Johanna Werner-Muggendorfer; Christian Flisek (stv. Bezirksvorsitzender); Christine Schrock, Dr. Jürgen Schniedermeier, Ruth Müller

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.