Das Wissen in der SPD bündeln

Veröffentlicht am 13.12.2008 in Regionalpolitik

Kreisvorstand bestimmt eine Reihe von Sprechern für spezielle Politikfelder

„Wir müssen das in unserer Volkspartei verfügbare Fachwissen noch stärker für die politische Arbeit auf der Landkreisebene nutzen.“ Mit diesen Worten leitete die Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller eine, wie sie sagte, für die Arbeit des Kreisverbandes wichtige Neuorganisation im Leitungsgremien ein. Zum einen ließen sich mit einer Spezialisierung die immer komplizierter werdenden Sachverhalte besser in Griff bekommen. Zum anderen habe man mit der Bestellung von so genannten Sprechern die Möglichkeit, junge und engagierte Mitglieder wirkungsvoll in die Politik einzubinden und die Erfahrung der älteren zu nutzen. Müller rechnet dadurch mit einer deutlichen Schärfung des Profils der SPD und den Nachweis von Fachkompetenz in der öffentlichen Wahrnehmung.

Es sei ein großer Vorteil, dass der Kreisvorstand mit Josef Kollmannsberger aus Bruckberg auch in der Agrarpolitik einen qualifizierten Fachmann in seinen Reihen habe, der sogar schon im Landwirtschaftsausschuss des Landtags in Mecklenburg-Vorpommern mitgearbeitet habe. Um die immer wichtiger werdenden Energiefragen wird sich künftig der Vilsbiburger Bezirkskaminkehrermeister Markus Schlichter kümmern. Für den Bereich der Familien ist Kerstin Schanzer aus Niederaichbach zuständig, die durch ihre eigene berufliche und politische Tätigkeit weiß, wie wichtig es ist, Familie, Beruf und Ehrenamt zu vereinbaren. Die Verkehrspolitik wurde Peter Barteit anvertraut, der sich in seiner beruflichen Tätigkeit sowohl mit den Problemen des Straßen- wie auch des Schienenverkehrs engagiert auseinander gesetzt hat. Die kommunalen Fragen werden von Bürgermeister Franz Göbl aus Buch am Erlbach koordiniert. Ebenfalls einen Fachmann von hoher Qualifikation hat der Kreisverband für das Feld der Sozialpolitik gefunden: der Ergoldsbacher Bruno Mieslinger. Bestens bewandert auf dem Feld der Arbeitswelt ist der aktive Gewerkschafter Martin Hobmeier aus Tiefenbach. Den Jugendfragen wendet sich mit Bürgermeister Bernhard Zauner aus Neufahrn ein aktiver Lehrer zu und für die Kulturpolitik gibt es nach Ruth Müllers Meinung keinen geeigneteren Sprecher als den Geisenhausener Kulturschaffenden Herbert Treutinger.

Um juristische Fragen wird sich künftig die Rechtsanwältin Franziska Gruber-Schmid aus Ergoldsbach und für die Seniorenpolitik im Umfeld des demographischen Wandels wird sich die Kreisvorsitzende selbst annehmen. Nachdem der Kreisverband Landshut mit den Dingolfinger Nachbarn enge Kontakte pflegt und der dortige Vorsitzende Udo Egleder ständiger Gast in Landshut ist, bot es sich an, die sportpolitischen Angelegenheiten diesem niederbayernweit tätigen Fachmann anzutragen. Welch hoher Stellenwert in der SPD der Bildungspolitik eingeräumt wird, ist daran abzulesen, dass diesem Fachbereich gleich zwei Spezialisten widmen werden: Der Lehrer Sebastian Hutzenthaler aus Ergoldsbach und Herbert Lohmeyer aus Vilsheim. Letzterer wurde von der Vorstandschaft Zusätzlich zum Bildungsbeauftragten ernannt, um die innerparteiliche Fortbildung in den SPD-Ortsvereinen auf vielen Ebenen zu koordinieren. Der Kreisvorstand brachte deutlich zum Ausdruck, dass diese Liste keinesfalls abschließend festgeschrieben sei. Bei entsprechender Aktualität könne man sich durchaus vorstellen, weitere Sprecher für andere Politikfelder zu benennen.

Ruth Müller zeigte sich überzeugt, dass der Kreisverband mit diesem fachkundigen Team den Bürgern von der fundierten Sachpolitik der SPD überzeugen wird. Schließlich stehe man vor der Aufgabe, in den kommenden Jahren ein attraktives Programm für das Gebiet zwischen Laaber und Bina zu entwickeln.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.