Für die Labertaler SPD bei der 120-Jahr-Feier mit dabei: (v.li.) AK-Sprecher Rainer Pasta, MdL Johanna Werner-Muggendorfer, stellv. Vorsitzender der NiederbayernSPD Peter Stranninger, Hubert Wittmann, OV Vorsitzender Aufhausen, Rainer Hummel, Kreisvorsitzender Regensburg und Ruth Müller, Kreisvorsitzende Landshut
Im Dienst von Demokratie und Freiheit
120 Jahre Bayern-SPD - weltoffene, moderne und traditionsbewusste
Der AK Labertal beim der offiziellen Feier zum 120. Geburtstag der BayernSPD – am 26. Juni 1892 hatten sich Sozialdemokraten in Reinhausen, heute ein Stadtteil von Regensburg, zum ersten Landesparteitag zusammengefunden. Das "Who is Who" aus der Bayerischen Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft erlebten gut zwei Stunden Rückblick, Gegenwart und Ausblick der BayernSPD präsentiert von Natascha Kohnen, Florian Pronold, Sigmar Gabriel und Christian Ude – dazu erstklassiger Musik vom Martina-Eisenreich-Quartett.
Die Reihe der Grußworte eröffnete CSU-Ministerpräsident Hort Seehofer – und der zeiget echte Größen und lobte die Errungenschaften, die die SPD in den letzten 120 Jahren. Als älteste demokratische Partei in Deutschland habe sich die SPD allen Diktaturen widersetzt, als Beispiel nannte er das Nein zum Ermächtigungsgesetz Hitlers. Die Rede von Otto Wels zum Ermächtigungsgesetz nannte er das „Wertvollste und Edelste der Demokratie“: "Das Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!" Seehofer erinnerte an Dr. Willhelm Högner, Käthe Strobl, Hans-Jochen Vogel, Renate Schmid, Franz Maget und Ludwig Stiegler. Sie seien Vorbilder und Brückenbauer, Streiter für die Demokratie und Kämpfer gegen den Rechtsextremismus gewesen. Seehofer gratulierte im Namen der ganzen Bayerischen Bevölkerung und wünschte eine gute Zukunft und viel Erfolg - "über das Ausmaß des Erfolges“ wolle er nächstes Jahr streiten. Weitere Grüße überbrachte Margarete Bause vom Bündnis 90/Die Grünen sowie Florian Streibl in Vertretung für Hubert Aiwanger von den Freien Wählern.
Für die Bundes-SPD war der Partei-Vorsitzende Sigmar Gabriel nach Regensburg gekommen, um die Glückwünsche der 440.000 SPD-Mitglieder außerhalb Bayern mitzubringen. Die SPD habe in ihrer Geschichte vieles überlebt: die Sozialistengesetze, Verbote, die Kaiserzeit, den ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, den Wiederaufbau, ein geteiltes Deutschland – und niemals habe man seinen Namen, so wie andere Parteien in Deutschland, ändern müssen. Die Idee eines freien Lebens für alle Menschen sei die Triebfeder für die Sozialdemokratie gewesen. Und das gelte auch für Europa. Der momentan laufende Kampf um Europa werde sich lohnen, gerade für die nachfolgenden Generationen sei es wichtig, heute richtig zu handeln.
Den Schlusspunkt unter die Geburtstagsfeier setzte der designierte Spitzenkandidat für die Landtagswahlen 2013, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Er forderte zum wiederholten Male: „An die Arbeit“.