Das „Wertvollste und Edelste der Demokratie“

Veröffentlicht am 08.07.2012 in Veranstaltungen

Für die Labertaler SPD bei der 120-Jahr-Feier mit dabei: (v.li.) AK-Sprecher Rainer Pasta, MdL Johanna Werner-Muggendorfer, stellv. Vorsitzender der NiederbayernSPD Peter Stranninger, Hubert Wittmann, OV Vorsitzender Aufhausen, Rainer Hummel, Kreisvorsitzender Regensburg und Ruth Müller, Kreisvorsitzende Landshut

Im Dienst von Demokratie und Freiheit
120 Jahre Bayern-SPD - weltoffene, moderne und traditionsbewusste

Der AK Labertal beim der offiziellen Feier zum 120. Geburtstag der BayernSPD – am 26. Juni 1892 hatten sich Sozialdemokraten in Reinhausen, heute ein Stadtteil von Regensburg, zum ersten Landesparteitag zusammengefunden. Das "Who is Who" aus der Bayerischen Politik, der Wirtschaft und der Gesellschaft erlebten gut zwei Stunden Rückblick, Gegenwart und Ausblick der BayernSPD präsentiert von Natascha Kohnen, Florian Pronold, Sigmar Gabriel und Christian Ude – dazu erstklassiger Musik vom Martina-Eisenreich-Quartett.

Die Reihe der Grußworte eröffnete CSU-Ministerpräsident Hort Seehofer – und der zeiget echte Größen und lobte die Errungenschaften, die die SPD in den letzten 120 Jahren. Als älteste demokratische Partei in Deutschland habe sich die SPD allen Diktaturen widersetzt, als Beispiel nannte er das Nein zum Ermächtigungsgesetz Hitlers. Die Rede von Otto Wels zum Ermächtigungsgesetz nannte er das „Wertvollste und Edelste der Demokratie“: "Das Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht!" Seehofer erinnerte an Dr. Willhelm Högner, Käthe Strobl, Hans-Jochen Vogel, Renate Schmid, Franz Maget und Ludwig Stiegler. Sie seien Vorbilder und Brückenbauer, Streiter für die Demokratie und Kämpfer gegen den Rechtsextremismus gewesen. Seehofer gratulierte im Namen der ganzen Bayerischen Bevölkerung und wünschte eine gute Zukunft und viel Erfolg - "über das Ausmaß des Erfolges“ wolle er nächstes Jahr streiten. Weitere Grüße überbrachte Margarete Bause vom Bündnis 90/Die Grünen sowie Florian Streibl in Vertretung für Hubert Aiwanger von den Freien Wählern.

Für die Bundes-SPD war der Partei-Vorsitzende Sigmar Gabriel nach Regensburg gekommen, um die Glückwünsche der 440.000 SPD-Mitglieder außerhalb Bayern mitzubringen. Die SPD habe in ihrer Geschichte vieles überlebt: die Sozialistengesetze, Verbote, die Kaiserzeit, den ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus, den Wiederaufbau, ein geteiltes Deutschland – und niemals habe man seinen Namen, so wie andere Parteien in Deutschland, ändern müssen. Die Idee eines freien Lebens für alle Menschen sei die Triebfeder für die Sozialdemokratie gewesen. Und das gelte auch für Europa. Der momentan laufende Kampf um Europa werde sich lohnen, gerade für die nachfolgenden Generationen sei es wichtig, heute richtig zu handeln.

Den Schlusspunkt unter die Geburtstagsfeier setzte der designierte Spitzenkandidat für die Landtagswahlen 2013, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude. Er forderte zum wiederholten Male: „An die Arbeit“.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.