CSU, CDU und FDP verhindern Verlängerung der Verjährung bei Kindesmissbrauch

Veröffentlicht am 09.01.2013 in Bundespolitik

MdB Marianne Schieder: "Ministerin Merk soll endlich für Unterstützung in den eigenen Reihen sorgen"

Zu den Forderungen der bayerischen Justizministerin Beate Merk die Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch zu verlängern, erklärt die rechtspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Marianne Schieder: "Da reibt man sich schon die Augen, wenn man die Forderung von Frau Merk liest, die Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch an Kindern zu verlängern. Die Forderung kann sich nur an ihre eigenen Bundestagskollegen richten."

Seit November 2010, also schon über zwei Jahre, liegt im Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf der SPD vor. Seit zwei Jahren verhindern CSU, CDU und FDP dass der SPD-Entwurf beraten werden kann.

Ministerin Beate Merk sollte besser ihren CSU-Bundestagsabgeordneten klar machen, was ihre Aufgabe ist, nämlich die Hilfe für die Opfer sexueller Gewalt durchzusetzen. In Wildbad Kreuth wäre bestimmt Zeit gewesen.

Statt Worten müssen jetzt endlich Taten folgen. Die SPD ist dazu schon lange bereit. Wir sind damit die einzige Fraktion im Deutschen Bundestag, die sich für eine deutliche Verlängerung der strafrechtlichen Verjährungsfristen beim sexuellen Missbrauch auf 20 Jahre stark macht. Der Entwurf der Bundesregierung sieht dagegen keine Änderung im Bereich der strafrechtlichen Verjährung vor.

Ich fordere die bayerische Justizministerin auf: Handeln sie im Sinne der Opfer, setzen sie sich bei ihre Kolleginnen und Kollegen im Bundestag durch. Die SPD haben sie hier an ihrer Seite.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.