Bürgerbeteiligung durch mehr direkte Demokratie

Veröffentlicht am 17.07.2012 in Allgemein

Herbert Lohmeyer, Anja König, Christian Ude und Ruth Müller beim Landesparteitag in Amberg

Die Landshuter SPD-Vorsitzenden im Gespräch mit Christian Ude: Bürgervotum gegen die 3. Startbahn ist ein „dauerhafter Auftrag“

Beim 63. Landesparteitag der SPD in Amberg wurde der Unterbezirk Landshut durch den Vorsitzenden Herbert Lohmeyer und die beiden Vorsitzenden aus Stadt und Landkreis Landshut Anja König und Ruth Müller vertreten. Das Hauptthema Infrastruktur, dass Münchens Oberbürgermeister Christian Ude vorstelle, veranlasste die Landshuter Delegierten über das Thema 3. Startbahn und Bürgerbeteiligung zu diskutieren.

Ude betonte, er werde den Bürgerwillen zur 3. Startbahn akzeptieren und sich damit auch an den SPD-Parteitagsbeschluss aus dem Jahr 2010 halten. Die SPD habe sich auf die Agenda gesetzt, gerade bei großen Infrastrukturprojekten die Bürgerinnen und Bürger einzubinden. Dafür müssten die Mechanismen einfach und verständlich sein und breit kommuniziert werden. Es gebe durch den Bürgerentscheid nun einen dauerhaften Auftrag gegen die dritte Startbahn. Wenn die bayerische Staatsregierung nun an dem Projekt, das keine Chance mehr habe, festhalten wolle, sei das eine Verschwendung von Steuergeldern, machte Ude deutlich.

Die Parteivorsitzende aus Landshut, Anja König, wies darauf hin, dass es Aufgabe der Parteien und der politischen Bildungsarbeit sein werde, Wissen und Verständnis über diese Beteiligungsformen auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Damit solle eine Situation wie jüngst in Landshut zwischen Stadtrat und Bürgerinitiative zur Unterschriftensammlung für einen Bürgerentscheid vermieden werden.

Behörden, Kommunalpolitiker und Planungsträger seien zudem verpflichtet, für mehr Transparenz bei solchen größeren Projekten zu sorgen, so die Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller. Dies verhindere Vetternwirtschaft und Kungeleien in der Kommunalpolitik. Sie erinnere sich noch gut an ihre Aktivitäten zum Volksbegehren „Mehr Demokratie in Bayern“ im Jahr 1995 als sie für die KLJB für die Einführung von Bürgerentscheiden in den Kommunen gekämpft hatte.

Der Unterbezirksvorsitzende Herbert Lohmeyer forderte nachdrücklich, dass es auch erforderlich sei, die Kosten für eine Bürgerbeteiligung mit einzuplanen. Spätere Gerichtskosten würden wesentlich tiefer in die Taschen der Steuerzahler greifen und die Planungs- und Bauzeiten würden durch eine rechtzeitige Einbeziehung der unmittelbar Betroffenen kürzer als bei langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzungen. „Viele Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Landshut können durch den Münchner Bürgerentscheid aufatmen, hatten doch auch sie Sorgen und Bedenken wegen des Baus der 3. Startbahn“, so Lohmeyer.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.