„Berufliche Oberschule muss kommen“

Veröffentlicht am 03.03.2010 in Kreistagsfraktion

Ruth Müller und Franz Göbl

SPD-Fraktion sieht sich auf dem richtigen Weg und fordert weitere Schritte

Vor fast genau einem Jahr hat die SPD-Kreistagsfraktion auf dem Höhepunkt der Debatte um ein neues Gymnasium im Landkreis immer wieder gemahnt, auch der beruflichen Bildung weiter die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Diese Initiativen gipfelten in einem Antrag an den Kreistag, eine Fachoberschule im nördlichen Landkreis einzurichten.

In der Begründung wies die Fraktion darauf hin, im Laufe der Diskussionen um die Erweiterung des gymnasialen Angebots im Landkreis werde immer darauf hingewiesen, dass man den Zugang zu einem Hochschulstudium für viele junge Menschen durch die Fachoberschule im Anschluss an die Realschule ermöglichen kann. Der Landkreis habe hervorragend ausgebaute Realschulen, die auch besonders im nördlichen Landkreis steigende Schülerzahlen verzeichnet hätten. „Um möglichst vielen leistungsorientierten Schülerinnen und Schülern einen zusätzlichen Anreiz zu geben, sich wohnortnah weiterzubilden halten wir es für richtig, in dieser Region unseres Landkreises eine Fachoberschule einzurichten“, so die Sozialdemokraten wörtlich in ihrem Antrag. Bei einer Besichtigung an der Schule in Kelheim, die ständig steigende Anmeldungen verzeichnen konnte, im vergangenen Sommer sah sich die SPD in ihrer Einschätzung bestätigt.

In der letzten Fraktionssitzung konnte Vorsitzende Ruth Müller berichten, man habe mit dieser Einschätzung schon frühzeitig richtig gelegen. Zwar habe es in der Zwischenzeit eine Neuorganisation gegeben. Aktuell seien die bisherigen Schularten Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) unter dem Dach der Beruflichen Oberschule (BOB) vereinigt. Nun habe ein Gutachten, die Notwendigkeit einer derartigen Schulgründung eindeutig bestätigt. Ausgehend von weiter steigenden Schülerzahlen ergebe sich für den Landkreis Landshut ein ausreichendes Potenzial für eine eigenständige BOB. Müller favorisierte hier eindeutig den Standort Rottenburg. Mit zwei Realschulen im Gemeindegebiet sowie den benachbarten Realschulen in Neufahrn, Mallersdorf und Abensberg verfüge man hier über ein umfangreiches Angebot.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Franz Göbl wies darauf hin, dass sich in Rottenburg eine günstige Kooperation mit den Schülern im südlichen Landkreis Kelheim ergeben werde. Diese hätten zur bestehenden BOB in Kelheim sehr weite Wege zurückzulegen. Dies habe bisher zu deutlich unterdurchschnittlichen Übertrittsquoten in diesem Raum geführt. Damit würden viele Schüler von einer gehobenen beruflichen Bildung ausgeschlossen. Göbl regte an, die Gebäudesituation in Rottenburg genau zu untersuchen. Möglicherweise könne man bestehende Bauten nutzen und müsse somit keine neue Schule erreichten. Der Kreistag sei nun am Zug, einen entsprechenden Antrag an das Kultusministerium zu stellen.


Bildunterschrift:

Die Fraktionsvorsitzenden der SPD Im Kreistag, Ruth Müller und Franz Göbl sehen sich in der Frage der Notwendigkeit einer Beruflichen Oberschule bestätigt.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.