MdB Marianne Schieder: "Es ist amtlich: Für Wetterfeld ist die Finanzierung weiterhin in Gefahr"
Trotz vorliegendem Baurechts ist mit einem Baubeginn des 3,2 km langen Ausbaus der Bundesstraße 85 westlich Wetterfeld bis Untertraubenbach vorerst nicht zu rechnen. Dies teilte das Bundesverkehrsministerium der SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder auf deren erneute Nachfrage mit.
„Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Sitzung am 10.11.2011 zum Haushalt 2012 ein Infrastrukturbeschleunigungsprogramm für die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße bewilligt", heißt es in dem Schreiben an MdB Marianne Schieder. Für die Bundesfernstraßen seien im Infrastrukturbeschleunigungsprogramm Ausgaben von 400 Mio. € in 2012 und Verpflichtungsermächtigungen von 200 Mio. € in 2013 vorgesehen.
Mit den zur Verfügung stehenden zusätzlichen Mitteln sollen vorrangig in Bau befindliche Neu- und Ausbauabschnitte an Autobahnen verstärkt bzw. abgeschlossen und dringende Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden, argumentiert das Ministerium.
"Zurzeit werden im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Überlegungen im Zusammenhang mit der Aufstellung einer Projektliste durchgeführt, die dem Haushaltsausschuss bis zum 31.03.2012 vorzulegen ist. Eine Aussage darüber, ob und ggf. wann mit dem Bau der B 85 zwischen Wetterfeld und Untertraubenbach begonnen werden kann, kann derzeit nicht getroffen werden“, teilt das Bundesverkehrsministerium mit.
„Die Bundesregierung will den Ausbau der Bundesstraße 85 bei Wetterfeld, für den seit längerem Baurecht besteht, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben“, gab MdB Marianne Schieder ihrer Verärgerung über die ergangene Antwort aus dem Bundesverkehrsministerium Ausdruck.
Leider bestätige die Antwort überwiegend die Befürchtung, dass die Bundesregierung bei dem Thema Ausbau wichtiger Verkehrsprojekte im Landkreis Cham untätig und konzeptionslos bleibe, kritisiert Marianne Schieder. Obwohl nun zusätzliche Mittel im Verkehrsetat zur Verfügung stünden, werde unsere Region weiter im Regen stehen gelassen.
„Das ist eine große Enttäuschung und unfair den Bürgerinnen und Bürger gegenüber, denn sie warten schon viel zu lange auf die dringend notwendige Verkehrsentlastung!“ Marianne Schieders Sorge geht noch weiter: „Welche Projekte werden künftig wohl ebenfalls noch weiter hinausgezögert?“
Sie werde sich nun zum wiederholten Male für den Ausbau einsetzen, damit diese wichtige Maßnahme nicht noch weiter auf die lange Bank geschoben werde. „Wer den weiteren Ausbau der B 85 in Frage stellt, gefährdet die Zukunft des Landkreises und der ganzen Wirtschaftsregion. Die Bundesregierung muss endlich Klarheit schaffen. Statt verkehrspolitischen Unsinn zu verkünden, brauchen wir endlich Taten!“