Bayern sind Reiche lieb und teuer

Veröffentlicht am 21.02.2010 in Landespolitik

Die Reichen sind der CSU-Staatsregierung lieb und teuer, kritisierte der niederbayerische SPD-Bezirksvorstand bei seiner Sitzung in Plattling. Leider mangelt es der CSU-Staatsregierung dagegen an Ehrgeiz bei der Jagd auf Steuersünder. Das Risiko, erwischt zu werden, ist von allen Bundesländern in Bayern am geringsten, sagen viele Finanzfachleute. Das liegt hauptsächlich an zu wenigen Steuerprüfern in der Finanzverwaltung in Bayern; Bayern liegt hier in Deutschland auf den hinteren Plätzen.

Sogar der Oberste Bayerische Rechnungshof bemängelt, dass die Steuerfahndung ihren „Auftrag nur eingeschränkt“ erfüllen kann. Das kostet den Freistaat mindestens 34 Millionen Euro an Steuereinnahmen, so die obersten Kassenprüfer. Nach Schätzungen der Bayerischen Finanzgewerkschaft würde jeder zusätzliche Steuerprüfer eine Million Euro zusätzlich an Steuern bringen; eine Spitzenrendite!
Auch bei der angebotenen CD mit Steuersünderdaten zögert das CSU-geführte Finanzministerium noch. Und der Koalitionspartner FDP hat Bedenken. Dabei zeigt die Justiz gegenüber Steuersündern eine Nachgiebigkeit wie sonst nirgends bei Gesetzesbrechern. Straffreiheit bei Selbstanzeige gibt es im Strafrecht nur bei Steuervergehen. Schon 2004 hat SPD-Bundesfinanzminister Eichel Steuersündern eine Amnestie bei Selbstanzeigen angeboten. Aber erst jetzt kommt durch die CD-Daten Unruhe bei den Steuerhinterziehern auf. Deshalb fordert die niederbayerische SPD die bayerische Staatsregierung auf, endlich tätig zu werden und die Strafverfolgung aufzunehmen, damit dieser Diebstahl zum Schaden des Gemeinwohls aufgeklärt werden kann und die Steuerbetrüger zur Verantwortung gezogen werden können.
Die niederbayerische SPD fragt sich, woher dieser mangelnde Ehrgeiz bei der CSU-geführten Staatsregierung bei der Verfolgung von Steuersündern kommen mag. Eine mögliche Erklärung für die niederbayerische SPD könnte darin liegen, dass der Anteil von Spenden im Gesamtetat der CSU bei 24,6 Prozent liegt, so hoch wie bei keiner anderen Partei, sogar noch höher als bei der „Klientelpartei“ FDP mit 22,3 Prozent; gemäß der letzten Rechenschaftsberichte der Parteien von 2007. Bei der SPD machen Spenden nur einen Anteil von 6,7 Prozent am Gesamthaushalt aus. Hier besteht für die niederbayerische SPD eindeutig die Gefahr, dass sich CSU und FDP finanziell abhängig von ihre eigenen Interessen verfolgenden Geldgebern machen, zum Schaden der Allgemeinheit.

Foto: Die niederbayerische SPD fordert von der bayerischen Staatsregierung mehr Engagement bei der Verfolgung Steuersündern: (v.li.n.re.) Dr. Bernd Vilsmeier (Dingolfing-Landau), Bernhard Roos MdL (Passau), Florian Pronold MdB (Deggendorf), Ismail Ertug MdEP (Amberg) und Reinhold Perlak MdL (Straubing).

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.