Bauernopfer sind nicht akzeptabel

Veröffentlicht am 22.05.2009 in Bundespolitik

Niederbayerische SPD kann Haltung der Unionsparteien beim Milchstreit nicht nachvollziehen

Wieder einmal klaffen Wunsch und Realität weit auseinander, stellt die niederbayerische SPD-Vorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer angesichts des Milchbäuerinnen-Protests in Berlin fest. Die Bäuerinnen kämpfen mit dem Mut der Verzweiflung in Berlin für den Erhalt ihrer Höfe und der Existenz für ihre Familien, doch Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich nicht blicken. Scheinbar ist der Einfluss der CSU in Berlin mittlerweile so gering, anders könne man es sich nicht erklären, warum eine Bundeskanzlerin nicht in der Lage ist, auf Frauen zuzugehen und den Dialog zu suchen.
Und weil nun kurz vor der Europawahl die bayerischen Bauern der CSU in Scharen davonlaufen, versucht der CSU-Vorsitzende Wahlgeschenke zu verteilen.

Die von der CSU vorgeschlagene einmalige Milchkuhprämie von 25 Euro je Kuh ist eine typische „Milchmädchen-vor-der-Wahl-Rechnung“ der CSU an angesichts der immensen wirtschaftlichen Probleme der Milchbauern. Bei einer derzeit üblichen Durchschnittsleistung von 6.700 Litern jährlich bedeutet diese staatliche Hilfe durchschnittlich 0,37 CENT je Liter Milch. Sich da hinzustellen und den Menschen vorzumachen, den Milchbauern Hilfe zu leisten ist lächerlich, macht Johanna Werner-Muggendorfer deutlich. Bei einem Betrieb mit 25 Kühen macht diese Einmalzahlung für einen Landwirt 625 Euro aus – angesichts des Preisverfalls von derzeit unter 0,25 Euro je Liter Milch kann man hier nicht wirklich von Hilfe sprechen. Letztendlich habe die Bundeslandwirtschaftsministerin der CSU, Ilse Aigner in Brüssel der europaweiten Milchquotenerhöhung zugestimmt, was die Milchbauern in den Ruin treibt. Auch die 5prozentige Erhöhung der Milchquote in Italien, mit dem wichtigsten Exportmarkt Bayerns, geht allein auf Kosten der CSU. Auch hier können sich die Milchbauern bei der CSU bedanken. Ausserdem werde nun wieder längst Bekanntes beantragt, wie zum Beispiel die Direktzahlungen der EU an die Landwirte um ein halbes Jahr vorzuziehen und damit die Liquidität der Landwirte zu stärken. Doch das sei weder neu noch gut. Die zuständige EU-Kommissarin Fischer-Boel hat diese Möglichkeit bereits geprüft und gesagt, dass ein Vorziehen aus haushaltsrechtlichen Gründen bestenfalls um zweieinhalb Monate möglich sei. Damit würden wissentlich falsche Hoffnungen geweckt, so Muggendorfer. Die Milch- und Grünlandbetriebe Niederbayerns brauchen direkte Hilfen aus bayerischen Mitteln und müssen im Hinblick auf eine verbesserte Regionalvermarktung unterstützt werden.

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.