Austausch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Veröffentlicht am 21.01.2026 in Europa

Beim Gedenkakt des Bundespräsidenten: Erinnern und Versöhnung bleiben Auftrag

Auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller am Gedenkakt zur Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Ungarndeutschen in der Münchner Allerheiligen-Hofkirchte teil. Der Bundespräsident hatte zu der Veranstaltung eingeladen, die an das Schicksal von Millionen Menschen erinnerte, die infolge von Krieg, Gewalt und Nationalismus ihre Heimat verloren. Ruth Müller engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der Vertriebenen-Politik auf Landesebene und organisiert seit vielen Jahren in der Region Ausstellungen zur Erinnerungskultur und -geschichte.

 

In seiner Rede betonte Steinmeier die bleibende Verantwortung der Erinnerung. „Wer sich der Geschichte stellt, übernimmt Verantwortung für die Zukunft“, so der Bundespräsident. Erinnern dürfe niemals spalten, sondern müsse Grundlage für Verständigung und Versöhnung sein.

 

Im Anschluss an den Gedenkakt kam Ruth Müller mit dem Bundespräsidenten, den sie noch aus seiner Zeit als Bundesaußenminister kennt, ins Gespräch. Dabei ging es auch um die Bedeutung einer lebendigen Erinnerungskultur – gerade vor dem Hintergrund aktueller Kriege und weltweiter Fluchtbewegungen.

 

Flucht und Vertreibung sind für Müller nicht nur ein historisches Thema, sondern wie bei vielen Menschen Teil der eigenen Familiengeschichte: Ihre Großeltern mussten im Januar 1945 aus Schlesien fliehen und fanden schließlich in Pfeffenhausen eine neue Heimat. Auch ihre Taufpaten waren von der Vertreibung aus dem Sudetenland betroffen.

„Diese Erfahrungen prägen bis heute viele Familien – auch Generationen später“, so Müller. Erinnern bedeute, das Leid der Betroffenen anzuerkennen und daraus Verantwortung für ein friedliches und solidarisches Zusammenleben abzuleiten. Versöhnung könne nur dort gelingen, wo Geschichte nicht verdrängt, sondern offen benannt werde.

 

Der Gedenkakt mache deutlich, dass Frieden, Demokratie und Menschlichkeit keine Selbstverständlichkeiten seien, sondern jeden Tag neu verteidigt werden müssten.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.