Aus dem Labertal zurück an die Elbe

Veröffentlicht am 26.08.2010 in AntiFa/Migration

Ruth Müller gibt Pastor Helmut Plank in Blankenese die Bonhoeffer-Ausstellung symbolisch zurück.

Großes Interesse in vier niederbayerischen Landkreises am Schicksal des Widerstandskämpfers. Viele Menschen in der Region konnten „Dietrich Bonhoeffer begegnen“. Seit dem17. Mai tourte die Ausstellung während der 12 Ausstellungswochen durch das Laber- und Abenstal, 559 Einträge sind im Gästebuch zu finden, doch nicht jeder Besucher hat sich dort eingetragen.

Nun ist die Ausstellung in ihre Heimatgemeinde nach Blankenese zurückgekehrt und Ruth Müller konnte Pastor Helmut Plank eine Spende in Höhe von 300 Euro für die dortige Kirchensanierung überreichen. Ein kleines Dankeschön, das während der acht Ausstellungsorten –Geiselhöring, Straubing, Neufahrn, Schierling, Rottenburg, Kelheim, Abensberg und Mallersdorf gesammelt wurden. Doch die Bonhoeffer-Wochen im Labertal gehen nach den Ferien mit einem Workshop in Geiselhöring (16. Oktober), zwei Filmvorführungen (Neufahrn und Rottenburg) sowie dem Bonhoefferkonzert am 19. November in Rottenburg weiter.

Pastor Helmut Plank freute sich, in seinem Sonntagsgottesdienst
Kirchenbesucher aus Niederbayern begrüßen zu können und nutzte die
Gelegenheit, mit einer kurzen Führung die Kirchensanierung mit einem
Kostenrahmen von ca. 420.000 Euro vorzustellen. Dass die Bonhoeffer-
Ausstellung seiner Gemeinde so große Resonanz gefunden habe, freue ihn, so Pfarrer Plank. Beim Durchblättern des Gästebuchs zeigte er sich auch von den zahlreichen Einträgen beeindruckt. Gerade dass auch so viele Schulklassen den Weg in die Ausstellung gefunden hätten, zeige, welch ein Erfolg die Ausstellung gewesen sei. Die Veranstalter, der SPD Arbeitskreis Labertal und die evangelischen Kirchengemeinden in der Region, hatten es sich ja zum Ziel gesetzt, gerade die Jugend zu informieren, damit Vergangenes nicht vergessen, sondern als Mahnung und Auftrag verstanden werde.

Das Mallersdorfer Burkhartgymnasium, die Volksschule Geiselhöring, die
Realschule Neufahrn, die Hauptschule Furth, die Volksschule Pfeffenhausen, die Volksschulen aus Rottenburg und Rohr, die Abensberger Hauptschule und die Nardini-Realschule aus Mallersdorf – Schülerinnen und Schüler all dieser Schulen haben sich im Gästebuch eingetragen und sich mit dem evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer auseinandergesetzt.

Und auch Pastor Plank verewigte sich im Gästebuch der Ausstellung mit den Worten: „Mit großem Dank für das engagierte Ausstellungsgeschehen – bleibende Segensspuren mögen der Ausstellung folgen“. Dass weitere Spuren folgen werden,
das konnte ihm Ruth Müller bei ihrem Besuch in Hamburg bereits versprechen:

Für 2011 laufen bereits die Vorbereitungen für eine Neuauflage der Bonhoeffer-
Wochen in einer anderen Region Bayerns.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.