Aus dem Labertal zur großen Anti-Atom-Demo nach Berlin...

Veröffentlicht am 22.09.2010 in Veranstaltungen

Aus dem Labertal zur großen Anti-Atom-Demo nach Berlin
- und am 9. Oktober geht´s nach München

Total glücklich kehrte die Delegation der SPD-Ortsvereine Langquaid, Schierling und Rohr am Wochenende von der großen Anti-Atom-Demonstration in Berlin mit rund 100.000 Teilnehmern zurück. Die Abordnung aus dem Labertal demonstrierte mit allen anderen gegen den von der schwarzgelben Koalition mit den vier Atom-Konzernen ausgehandelten Vertrag über eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke.

Schon bei dem Verlassen des Berliner Hauptbahnhofes zeigte sich, dass wesentlich mehr Menschen als die erwarteten 50.000 gegen den „schmutzigen Atomdeal“ der Bundesregierung demonstrierten. Nur mit Mühe konnte sich die niederbayerisch/oberpfälzische Delegation bis zum Süden des Kundgebungsplatzes durchkämpfen, wo sich Tausende Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten auf den Marsch zur Umzingelung des Regierungsviertels eingefunden hatten. Im Gespräch freute sich der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel über die bayerische Präsenz. Der Generalsekretärin Andrea Nahles, dem Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse und der früheren Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn erzählte er beeindruckt von der großartigen Kundgebung mit über 2.000 Zuhörern am Gillamoos-Montag.

In einem knapp dreistündigen Zug umzingelten dann die 100.000 Demonstranten das Regierungsviertel. Unter anderem machten zahlreiche Bands mit überwiegend jungen Menschen die Anti-Atom-Demonstration trotz des ernsten Anlasses zu einem bunten und fröhlichen Happening, was sich vor allem auf den Stufen des Reichstages zeigte. Zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Kanzleramt trafen die Ostbayern noch auf den Querdenker der grünen Bundestagsfraktion, Hans-Christian Ströbele. Es waren zwar noch keine Vorgespräche für ein rot-grünes Bündnis bei der Bundestagswahl 2013, er wünschte aber den bayerischen Sozialdemokraten viel Erfolg für die Landtagswahl 2013 mit einer rotgrünen Staatsregierung.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese Großdemonstration der Auftakt für einen heißen Herbst sein werde. Die SPD beteiligt sich daher auch an der nächsten Anti-Atom-Kundgebung am Samstag, 9. Oktober, in München. Dort ist ab 13:00 Uhr eine Menschenkette von der CSU-Zentrale über die Staatskanzlei bis zum Umweltministerium und anschließend eine Großkundgebung auf dem Wittelsbachplatz geplant. Anmeldungen für die Fahrt nach München nehmen die Ortsvereinsvorsitzenden entgegen, der Einsatz von Bussen aus der Region nach München ist geplant.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.