Auf Oberpfälzer Erde wächst und gedeiht es

Veröffentlicht am 20.09.2010 in MdB und MdL

Im nördlichen Lichthof des Berliner Reichstagsgebäudes liegt Erde. Was die Besucher oft nicht wissen: Es ist auch Erde aus der Oberpfalz mit dabei. Im Rahmen eines Konzepts zur künstlerischen Gestaltung des nördlichen Lichthofs im Reichstagsgebäude in Berlin legte der Künstler Hans Haacke 1998 einen Vorschlag vor, der zunächst heftige Diskussionen auslöste. „Der Bevölkerung“ heißt das Projekt, das schließlich sogar eine Bundestagsdebatte nach sich zog.

Haacke konnte seinen Vorschlag durchsetzen und seither ruht auch ein Sack Oberpfälzer Erde, die Reinhold Strobl (SPD) während seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter aus verschiedenen Gemeinden des Landkreises (Auerbach, Hirschau, Schnaittenbach, Sulzbach-Rosenberg und aus der kreisfreien Stadt Amberg) mitbrachte, in Berlin.

Im Lichthof des Reichstagsgebäudes wurde ein 21 x 7 m grosser flacher Kasten installiert, aus dessen Mitte weiße Leuchtbuchstaben die Worte DER BEVÖLKERUNG nach oben strahlen. Der Schriftzug ist von allen Seiten und Etagen des Gebäudes aus zu lesen. Er bezieht sich auf die 1916 am Westportal des Reichstagsgebäudes angebrachte Inschrift DEM DEUTSCHEN VOLK.

Alle Bundestagsabgeordneten, darunter auch Reinhold Strobl, der von 1999 bis 2002 Bundestagsabgeordneter in Berlin war, wurden eingeladen, aus ihrem Wahlkreis einen Sack „Heimaterde“ nach Berlin zu bringen und um die Leuchtbuchstaben auszustreuen. Auch heute noch können Abgeordnete „ihre Erde“ in dieses Projekt einbringen. Der spontane Pflanzenwuchs bleibt sich dabei selbst überlassen.

Das Zusammentragen der Erde durch die Abgeordneten weist auf die Verantwortung des Menschen gegenüber der Umwelt hin. Erde erinnert an die Endlichkeit des Menschen und an die Gleichheit aller Menschen. Das aus der Erde wild und ohne Eingreifen Wachsende ist zugleich Mahnung an die Menschen, die Grenzen des technisch und politisch Machbaren zu erkennen. Strobl: „Mittlerweile ist aus der Erde aus ganz Deutschland ein wahres Biotop im Innenhof entstanden".

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.