Die neuen Vorsitzenden mit Ruth Müller und Schriftführer und Kassiererin
Generationswechsel bei der Landkreis-SPD
Die neuen Vorsitzenden mit Ruth Müller und Schriftführer und Kassiererin
Generationswechsel bei der Landkreis-SPD
Die SPD im Landkreis Landshut hat eine neue Vorsitzende: Die 22-jährige Vilsbiburger Stadträtin Annika Hagn wurde am Samstag bei der Kreiskonferenz im Landgasthof Schwaiger mit 17 von 22 Stimmen zur neuen Kreisvorsitzenden gewählt. Zuvor hatten die Delegierten mehrheitlich für die Fortführung einer Einzelspitze und damit gegen eine Doppelspitze gestimmt.
Zu Beginn der Konferenz hatten der neue Bürgermeister von Geisenhausen, Martin Fischer sowie die stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands Landshut, Anja König, kurze Grußworte gesprochen.
Ruth Müller tritt nach 19 Jahren nicht mehr als Kreisvorsitzende an
Die bisherige Kreisvorsitzende Ruth Müller, die nach 19 Jahren nicht erneut kandidierte, blickte in ihrem Rechenschaftsbericht auf prägende politische Momente ihrer Amtszeit zurück. Müller führte den Kreisverband über fast zwei Jahrzehnte hinweg und begleitete ihn durch zahlreiche Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahlkämpfe. Viele der heute aktiven Mitglieder erlebten ihre gesamte politische Laufbahn unter ihrer Führung. Sie erinnerte an Volksbegehren, Anti-Atom‑Proteste, Ausstellungen gegen Rechtsextremismus, Dialogformate, Betriebsbesuche und insgesamt 17 überörtliche Wahlkämpfe, die sie organisiert und begleitet hatte.
Die anwesenden Gäste und Delegierte würdigten ihr langjähriges Engagement, bevor ihr der SPD‑Ortsverein Ergoldsbach einen Blumenstrauß überreichte. Müller betonte sichtlich bewegt, dass ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Demokratie auch nach dem Ende ihrer Amtszeit weitergehe.
Annika Hagn aus Vilsbiburg wird die neue Kreisvorsitzende
In ihrer darauffolgenden persönlichen Vorstellung skizzierte Annika Hagn die Schwerpunkte und klare Ziele ihrer künftigen Arbeit als Kreisvorsitzende. Dafür erhielt sie große Zustimmung und Anerkennung der Delegierten.
Im Mittelpunkt ihrer Vorstellungen standen die Stärkung der Ortsvereine durch Austausch, Unterstützung und intensive Vernetzung sowie die Gewinnung neuer Mitglieder. Gleichzeitig möchte sie bestehende Mitglieder stärker einbinden und insbesondere junge Menschen für politisches Engagement begeistern.
Sie möchte die SPD im Landkreis durch intensivere Nutzung moderner digitaler Kommunikationsmittel noch stärker sichtbar machen. Außerdem sprach sie sich für landkreisweite Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen aus, die die Bürgerinnen und Bürger beschäftigen.
Hagn kündigte an, dass der Kreisverband künftig mit zeitaktuellen Themen an mehreren Orten im Landkreis präsent sein solle, etwa durch Vortragsreihen oder thematische Veranstaltungen, die gemeinsam mit den Ortsvereinen geplant und vom Kreisverband koordiniert werden. „Ich kandidiere, weil ich politische Verantwortung übernehmen möchte – mit Zeit, Ideen und dem festen Willen, unseren Kreisverband gemeinsam mit euch weiterzuentwickeln“, sagte sie. Sie versprach, den Kreisverband als verlässlichen Ansprechpartner und verbindendes Element zwischen Ortsvereinen, den Jusos, den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern im Unterbezirk und Bezirk stärken.
Als das Wahlergebnis verkündet wurde, erhielt Hagn langen Applaus. Die neue Vorsitzende zeigte sich sichtlich bewegt; man merkte, wie die Anspannung der vergangenen Wochen von ihr abfiel.
Annika Hagn studiert Politikwissenschaft, Kultur‑ und Medienwissenschaften an der Universität Regensburg. Sie engagiert sich seit sechs Jahren in der SPD – als stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks Landshut, Vorsitzende der Jusos im UB, Beisitzerin im Bezirksvorstand, Schriftführerin im Kreisverband und seit Mai als Stadträtin in Vilsbiburg. Sie ist in der DGB‑Jugend Niederbayern und in der Offenen Behindertenarbeit tätig. Neben ihrem politischen Engagement ist sie in ihrer Heimatstadt Vilsbiburg auch bekannt als engagiertes Mitglied der „Bühne links der Bina“.
Stellvertreter-Riege mit Peter Forstner, Sibylle Entwistle und Michael Koch
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden gewählt: zu stellvertretenden Vorsitzenden Peter Forstner (Neufahrn), Sibylle Entwistle (Vilsbiburg) und Michael Koch (Velden). Kerstin Schanzer (Niederaichbach) bleibt Schatzmeisterin, Stefan Werner (Adlkofen) übernimmt die Schriftführung. Als Revisoren wurden Martina Hesse‑Hujber und Gerhard Babl bestätigt. Weitere Funktionen: Marianne Bontzol (AG 60plus), Patrick Mareczek (Jusos), Hans Seidl und Rosmarie Schmid (Organisation).
Beisitzer*innen aus dem ganzen Landkreis:
Der Vorstand wird durch weitere 25 Beisitzerinnen und Beisitzer ergänzt, die den gesamten Landkreis repräsentieren:
Christel Engelhard (Altdorf), Christine Erbinger (Hohenthann), Martin Fischer (Geisenhausen), Erhard Fleischmann (Essenbach), Monika Forstner (Neufahrn), Sabine Gröger (Buch am Erlbach), Karin Hagendorn (Hohenthann), Martin Hujber (Essenbach), Sebastian Hutzenthaler (Ergoldsbach), Kenan Kanuric (Niederaichbach), Ruth Müller (Pfeffenhausen), Ralph Padua (Adlkofen), Maximilian Reichl (Ergoldsbach), Sebastian Schandl (Vilsbiburg), Markus Schlichter (Bodenkirchen), Peter Schmid (Ergoldsbach), Katharina Sedlmaier (Buch am Erlbach), Simon Siegl (Essenbach), Markus Stiller (Vilsheim), Christine Stöhr (Ergolding), Hans Wagner (Altdorf), Birgit Wegener (Furth), Valentin Wolf (Tiefenbach) und Rainer Zollitsch (Wörth) an.
In ihrer Abschlussrede betonte Hagn mehrfach ihren Respekt vor der Arbeit ihrer Vorgängerin. Ruth Müller habe den Kreisverband über viele Jahre hinweg geprägt und erfolgreich geführt. Auf diesem Fundament wolle sie nun gemeinsam mit dem neuen Vorstand aufbauen und eigene Impulse setzen.
Die ersten Termine stehen bereits fest: Am 11. Juli findet das Danke-Essen für die Kreistagskandidaten statt, am 18. Oktober feiert die Landkreis‑SPD in der ESKARA den politischen Kirchweihsonntag und das 80-jährige Jubiläum der Bayerischen Verfassung mit Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.