Ärztliche Versorgung der Region stärken

Veröffentlicht am 26.04.2013 in Kreistagsfraktion

SPD in Stadt und Land für einen Neustart bei Zusammenarbeit der Krankenhäuser

Stadtrat Klaus Pauli sprach sich für die heimatnahe Gesundheitsversorgung der Patienten in der Region Landshut aus und dafür, das seit Jahren abgekühlte Verhältnis der Kliniken von Landkreis und Stadt durch vertrauensbildende Maßnahmen neu zu erwärmen. Mit „Abwarten“ auf beiden Seiten, so der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat von Landshut, schaffe man nur Nachteile für die kranken Menschen. Der Redner plädierte dafür, mit den vorhandenen politischen Spitzen in Landratsamt und Rathaus einen Neustart zu beginnen. Auch wenn deren restliche Amtszeit für Ergebnisse wohl nicht mehr ausreichen werde, müssten Josef Eppeneder und Hans Rampf doch unbefangen und souverän genug sein, das vor sich hin dümpelnde Schiff auf einen neuen Kurs zu bringen.

Dieser Auffassung schloss sich Paulis Kollegin Ruth Müller aus der Kreistagsfraktion in einer gemeinsamen Sitzung mit der Stadtratsfraktion an, indem sie meinte, die CSU-Spitzen der Politik in Stadt und Land versicherten sich bei festlichen Anlässen immer wieder ihres freundschaftlichen Verhältnisses. Solche Bekenntnisse müssten jedoch als hohle Phrasen verstanden werden, wenn in der Krankenhauslandschaft die erneuten Bemühungen wieder im Sande verliefen. Den Einstieg in die gemeinsame Meinungsbildung hatte Dr. Marlis Flieser-Hartl mit einem Rückblick auf die mehr als ein Jahrzehnt währenden Bemühungen um eine bessere Kooperation gegeben.

Kreisrat Peter Barteit ergänzte, Rückblicke in die Vergangenheit seien immer nützlich. Man solle sich allerdings davor hüten, einen Neuanfang mit Schuldzuweisungen zu eröffnen. Wichtig sei die grundsätzliche Bereitschaft, im Interesse der Bevölkerung zu positiven Ergebnissen zu kommen. Grundsätzlich müssten die Gespräche „auf Augenhöhe“ erfolgen und alle Krankenhäuser in Stadt und Land im Blickfeld haben. Darüber hinaus werde man ohne eine professionelle Moderation nicht vorankommen. Das Honorar für versierte Fachkräfte auf diesem Gebiet könne sich als gut angelegt erweisen.

Ein hoffentlich bald anzustoßender Prozess der Verständigung solle nach Meinung von Stadtrat Robert Gewies zeigen, in welchen Disziplinen einen verstärkte Kooperation nützlich sei. Konkurrenz könne in manchen Bereichen auch „das Geschäft beleben“. Dritter Bürgermeister Gerhard Steinberger plädierte für „einen großen Wurf“, musste jedoch einräumen, dass eine schnelle Fusion angesichts der unterschiedlichen Rechtformen der Kliniken in Stadt und Land schwierig sei. Die unzureichende Finanzausstattung der Krankenhauslandschaft durch den Freistaat Bayern trägt nach Auffassung des früheren Landtagsabgeordneten Dietmar Franzke wesentlich zum Defizit vieler Häuser bei.

Auf Vorschlag von Ruth Müller einigten sich die Fraktionen darauf, den Neustart mit einem drängenden konkreten Problem einzuläuten und in einem gemeinsamen Antrag an Stadtrat und Kreistag die Geschäftsführungen von La.KUMed und Klinikum zu beauftragen, ein Konzept für eine gemeinsamen Schlaganfallversorgung in der Region zu erarbeiten.

Foto:
Dr. Marlis Flieser-Hartl, Vorstandsvorsitzende von La.KUMed (links) erörterte mit den Fraktionen um ihre Vorsitzenden Ruth Müller (3. v. links) und Klaus Pauli (rechts sitzend) die Chancen einer verbesserten Zusammenarbeit der Krankenhäuser.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.