Abschied aus dem Kreistag des Landkreises Landshut

Veröffentlicht am 03.05.2014 in Kreistagsfraktion

Peter Barteit und Bernd Zauner bei ihrer letzten Sitzung im Landshuter Kreistag

Am Mittwoch, 30. April fand die letzte Sitzung in der Amtsperiode 2008 - 2014 statt.  Peter Barteit (Vilsbiburg) und Bernd Zauner (Neufahrn) beendeten an diesem Tag auch ihre Tätigkeit als Kreisräte.

Die beiden Kreisräte blicken auf ihr politisches Wirken im Landkreis Landshut zurück:

Peter Barteit: "In 36 Jahren Kreistagstätigkeit hat man einiges erlebt. Schön war die Gewissheit, direkt für die Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger arbeiten zu können. Ich denke nur an die die flächendeckende Krankenhausversorgung, Schulen der unterschiedlichsten Stufen, eine gut funktionierende Abfallwirtschaft, hervorragend ausgebaute Verkehrswege und vieles andere mehr. Als erfreulich empfand ich die gute interfraktionelle Kooperation mit allen vier Landräten in dieser Zeit sowie vielen anderen Kreistagsmitgliedern. Enttäuschend war für mich vor allem das Scheitern der von der SPD immer wieder vorangetriebenen verbesserten Kooperation der Krankenhäuser im Raum Landshut. Von dem ab 1. Mai verantwortlichen Kreistag wünsche ich mir, dass der stets das Leitbild des Gemeinwohl und die Abwehr von Einzel- und Sonderinteressen auf der Agenda haben möge. Frei nach dem Propheten Jeremia könnte man diese Forderung auch so formulieren: "Suchet des Landkreises Bestes; denn wenn's ihm wohlgehet, so gehet es allen Bürgerinnen und Bürgern wohl!"

Bernd Zauner (6 Jahre Kreisrat)

"Mir hat besonders gut der kollegiale Umgang der Kreisräte untereinander und miteinander gefallen auch und gerade parteiübergreifend. Vor allem die Arbeit innerhalb der Fraktion mit dem offenen Meinungsaustausch, auch bei unterschiedlichen Auffassungen, wie am Beispiel des Landkreis-Gymnasium ersichtlich, und der anschließenden Konsensfindung war durchaus bereichernd.

Bei meiner Tätigkeit im Hochbauausschuss und ab und zu auch im Zweckverband der Berufsschulen standen gestalterische Möglichkeiten (in eingeschränktem Maße) im Vordergrund und man hatte den Eindruck nachhaltige Beiträge leisten zu können, was naturgemäß nicht immer möglich war.

In einigen Fällen war die parteipolitische Ausrichtung in der Sachdiskussion einzelner Themen deutlich erkennbar und führte zu unnötigen Reibereien und Auseinandersetzungen, die auch noch über die Presse kommuniziert wurden und den Prozess der Entscheidungsfindung deutlich hemmten. Ebenfalls bedenklich fand ich den Hang zur Selbstdarstellung; die Verwendung des Ausdrucks „Vorzeige…“ egal ob in Verbindung mit Schulen, Krankenhäusern oder sonstigen Objekten ließ einen ernsthaften Sparwillen doch häufiger vermissen.

Den neugewählten Kreisräten wünsche ich Mut, Zuversicht und Beharrlichkeit bei der Verwirklichung ihrer Vorstellungen, die Fähigkeit und die Bereitschaft zur Kompromissbildung sowie viele neue Ideen für die Arbeit im Kreistag zusammen mit der SPD-Fraktion zum Wohle des Landkreises Landshut."

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.