Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ stößt auf großes Interesse

Veröffentlicht am 02.03.2026 in Gleichstellung

Ruth Müller, Anja König und Patricia Steinberger bei der Ausstellungseröffnung

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zur Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ am Sonntag in den Räumlichkeiten der Landtagsabgeordneten Ruth Müller, Ruth Müller.

Im Rahmen der Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag wurde nicht nur Geschichte beleuchtet, sondern auch der Blick auf aktuelle gleichstellungspolitische Herausforderungen gerichtet.

Ruth Müller hieß die Gäste herzlich willkommen und betonte die anhaltende Bedeutung des Internationalen Frauentages. Gleichberechtigung sei keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden. Gerade der Blick auf die deutsche Teilung zeige, wie unterschiedlich politische Systeme Lebensrealitäten von Frauen prägen – und wie wichtig es sei, aus der Geschichte zu lernen.

Im Anschluss führte Stadträtin Anja König in die Ausstellung ein. Sie griff ausgewählte Tafeln heraus und stellte zentrale Unterschiede, aber auch gemeinsame Erfahrungen von Frauen in Ost- und Westdeutschland heraus. König, selbst in Ostdeutschland aufgewachsen, verband die historischen Einblicke mit persönlichen Erlebnissen. Besonders eindrücklich schilderte sie ihre Erfahrungen nach dem Umzug 1996 nach Niederbayern: Während Kinderbetreuung in der DDR selbstverständlich und flächendeckend organisiert gewesen sei, ist sie hier bei der Suche nach einem Krippenplatz für ihren einjährigen Sohn mit ganz anderen strukturellen Realitäten konfrontiert gewesen. Diese Erfahrung habe ihr deutlich vor Augen geführt, wie eng Fragen von Gleichberechtigung mit verlässlicher Infrastruktur, Erwerbsarbeit und gesellschaftlicher Haltung verknüpft sind.

In der anschließenden Gesprächsrunde tauschten sich König, die Landtagsabgeordnete und Landratskandidatin Ruth Müller sowie Stadträtin und OB-Kandidatin Patricia Steinberger über ihre eigenen Erfahrungen als junge Mädchen und Frauen aus. Sie berichteten von Erwartungen, Rollenbildern und Klischees, die ihnen begegneten – und teilweise bis heute begegnen. Trotz aller Fortschritte gebe es weiterhin strukturelle Benachteiligungen, sei es bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bei Karrierechancen oder in der politischen Repräsentanz.

Die lebhafte Diskussion mit dem Publikum zeigte: Die Fragen nach echter Gleichstellung, nach fairer Bezahlung, verlässlicher Kinderbetreuung und gesellschaftlicher Anerkennung sind aktueller denn je. Die Ausstellung bot dabei nicht nur historische Einordnung, sondern auch Impulse für gegenwärtige Debatten.

Am Ende stand ein gemeinsames Fazit: Der Internationale Frauentag ist nicht nur ein Tag des Rückblicks, sondern vor allem ein Auftrag für die Zukunft.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.