Gesundheit ist mehr als eine Bilanzfrage

Veröffentlicht am 25.02.2026 in Gesundheit

Ruth Müller, MdL mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius

In der aktuellen Diskussion um unser Krankenhaus in Vilsbiburg geht es um Zahlen, Defizite und Wirtschaftlichkeit – aber nicht um die Menschen und die Beschäftigten mit ihren Familien.

Aber Gesundheit darf man nicht nur durch die Geldbrille betrachten. Wir leben in unsicheren Zeiten. Der Krieg in der Ukraine dauert inzwischen vier Jahre. Sicherheit ist kein abstraktes Thema mehr.

Deshalb plant unsere Bundesregierung derzeit ein neues Gesetz, um unser Gesundheitssystem krisenfest zu machen. Krankenhäuser sollen im Ernstfall nicht nur die normale Versorgung sichern, sondern auch auf Katastrophen, größere Notlagen oder militärische Konflikte vorbereitet sein.

Das heißt – auch für unsere Region: Mehr Behandlungskapazitäten. Mehr Reserven. Klare Strukturen.

Krankenhäuser sind nicht nur medizinische Einrichtungen. Sie sind Teil unserer kritischen Infrastruktur. Sie sind Teil unserer Sicherheitsvorsorge. Und genau deshalb kann man regionale Standorte nicht einfach nur nach Defizitzahlen bewerten. Das wissen wir als SPD im Bund, im Land und im Landkreis aus unserer staatspolitischen Verantwortung heraus.

Wenn wir über Zivil- und Katastrophenschutz sprechen, wenn wir Bündnisfähigkeit ernst nehmen, dann brauchen wir leistungsfähige Strukturen vor Ort.  Aus Gesprächen mit dem verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Christoph Schmid, weiß ich, dass auch auf Bundesebene genau in diese Richtung gedacht wird. Unser Bundesverteidigunsminister Boris Pistorius legt großen Wert darauf, dass mit dem neuen Unterstützungskommando die zivil-militärische Zusammenarbeit weiterentwickelt und neu aufgestellt wird. Dazu gehört ausdrücklich auch die Frage, welche Rolle zivile Krankenhausstrukturen in Krisen- und Verteidigungsfällen spielen.

Umso mehr stellt sich die Verantwortung der Länder. Die Krankenhausplanung liegt nicht beim Bund, sondern beim Freistaat. Die bayerische Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern muss deshalb beantworten, wie sie Sicherheitsvorsorge, Zivilschutz und eine flächendeckende Versorgung künftig zusammen denkt.

Und noch etwas ist wichtig:

Wenn Krankenhäuser Teil unserer Sicherheitsarchitektur sind, dann darf die Finanzierung nicht allein bei Kommunen hängen bleiben. Vorhaltekosten für Notfälle, Krisen oder Verteidigungsfälle sind keine reine Gesundheitsfrage – sie sind eine Frage der öffentlichen Sicherheit.

Für uns als SPD im Landkreis Landshut und für mich als Landratskandidatin ist eines klar: Gesundheitsversorgung in der Fläche ist Daseinsvorsorge. Und im Ernstfall ein Sicherheitsfaktor. Wer heute Strukturen abbaut, könnte morgen feststellen, dass sie dringend gebraucht werden.

Zitat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken auf der Münchner Sicherheitskonferenz:

„Ein resilientes Gesundheitswesen ist kein Luxus, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit. Wir müssen unsere Strukturen so gestalten und stärken, dass sie auch Krisensituationen standhalten und sowohl die zivile Bevölkerung als auch Bundeswehr und NATO‑Partner medizinisch gut versorgt werden können. Dazu gehören stabile Lieferketten, ausreichend ausgebildetes Personal, verlässliche Infrastrukturen und eine enge Abstimmung mit unseren nationalen und internationalen Partnern. Daher arbeiten wir intensiv an einem Gesundheitssicherstellungsgesetz, das diese und weitere Punkte adressiert und regelt. Damit wir in Krisenfällen bestmöglich gerüstet sind.“

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.