Wahlauftakt der Landkreis-SPD mit Fischessen in Ergoldsbach

Veröffentlicht am 22.02.2026 in Wahlen

Der Wahlauftakt der Landkreis-SPD im nördlichen Landkreis Landshut fällt mit dem Start der Briefwahl in die Faschingswoche. Das nutzten die Genossinnen und Genossen, um beim traditionellen Fischessen der SPD in Ergoldsbach, zu dem zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder und Unterstützer erschienen waren, die Kommunalwahl in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Veranstaltung bot nicht nur Gelegenheit zum geselligen Beisammensein, sondern diente vor allem als Plattform für den politischen Austausch über die Zukunft der Marktgemeinde und des Landkreises.

Ortsvorsitzender, Zweiter Bürgermeister und stellvertretender Landrat Sebastian Hutzenthaler begrüßte besonders die anwesenden Kreistagskandidierenden der SPD sowie die Landratskandidatin und Landtagsabgeordnete Ruth Müller. In seiner Ansprache dankte Hutzenthaler allen Kandidierenden für ihren Beitrag zur Demokratie und würdigte insbesondere Müllers engagierten Wahlkampf im gesamten Landkreis.

Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildete eine von Franziska Gruber-Schmid moderierte Gesprächsrunde. Auf dem Podium sprachen Ruth Müller, der Neufahrner Bürgermeister Peter Forstner sowie Sebastian Hutzenthaler über zentrale kommunalpolitische Themen und Herausforderungen.

Neben politischen Inhalten ging es dabei auch um die Persönlichkeit der Landratskandidatin. Mit interessanten Fragen zeichnete die Moderatorin ein persönliches Bild von Ruth Müller – von ihrer Motivation, Sozialdemokratin zu werden, über prägende politische Meinungsverschiedenheiten zwischen ihren Eltern bis hin zu ganz alltäglichen Vorlieben. So erfuhren die anwesenden Gäste auch, dass Müller im Alltag eher zum Tee als zum Kaffee greift und in der Freizeit den Badeanzug den Wanderschuhen vorzieht.

Ruth Müller betonte in der Diskussion, sie werde im Falle ihrer Wahl die Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen und ihre Kompetenz aus 30 Jahren Berufserfahrung in der Privatwirtschaft einbringen. Zugleich stellte sie klar, dass mit ihr als Landrätin keine Kürzungen in den sozialen Haushalten des Landkreises zu erwarten seien: „Was wir hier einsparen, zahlen wir als Gesellschaft hinterher mehrfach drauf!“

Sebastian Hutzenthaler verwies auf die wichtigsten Entscheidungen der vergangenen sechs Jahre auf Landkreisebene, insbesondere die Fusion der Kliniken aus Stadt und Landkreis sowie den Beitritt zum Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), von dem auch die Bürgerinnen und Bürger in Ergoldsbach deutlich profitieren würden. Gleichzeitig benannte er darin die größten Herausforderungen für die kommenden Jahre. „Die Fusion muss nun dazu führen, dass eine schlagkräftige medizinische Versorgung ohne Doppelstrukturen, mit einer schlankeren Verwaltung entsteht, die bald zu deutlich geringeren Defiziten führt. Diese sind derzeit ruinös für den Landkreis!“, betonte Hutzenthaler.

Zugleich stellte Hutzenthaler klar, dass er keinen Interessenkonflikt darin sehe, bei der Marktgemeinderatswahl in Ergoldsbach für die Unabhängige Liste zu kandidieren und auf Landkreisebene für die SPD anzutreten: „Wer mich kennt, weiß, dass es mir immer um die Sache geht und nicht um Parteipolitik.“

Bürgermeister Peter Forstner hob hervor, dass eine konsequente Jugendförderung in den Gemeinden eine zentrale Investition in die Zukunft darstelle. Junge Menschen müssten vor Ort Perspektiven erhalten, um langfristig starke und lebenswerte Kommunen zu sichern.

Bei frisch zubereiteten Fischspezialitäten nutzten die Gäste anschließend die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen mit den Kandidatinnen und Kandidaten.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.