NiederbayernSPD beim BPT: Klare Haltung für faire Löhne, soziale Gerechtigkeit und ein neues Kapitel für die

Veröffentlicht am 04.07.2025 in Bundespolitik

Die Delegation der NiederbayernSPD beim Bundesparteitag in Berlin

Berlin/Niederbayern, 29. Juni 2025 – Mit einer engagierten Delegation hat sich die NiederbayernSPD aktiv am Bundesparteitag der SPD beteiligt, der am Wochenende in Berlin unter dem Motto „Veränderung beginnt mit uns“ stattfand. Mit dabei: Ruth Müller, MdL und Generalsekretärin der BayernSPD (Landshut), Marvin Kliem (stellv. Bezirksvorsitzender, Straubing), Katja Reitmair und Evi Oberneder (Passau), Eric Tylkowski (Deggendorf), Maria Bellmann und Sophie Hofer (Rottal-Inn, Bezirksgeschäftsführerin).

Im Mittelpunkt standen nicht nur die turnusgemäßen Neuwahlen des SPD-Bundesvorstands, bei denen Lars Klingbeil und Bärbel Bas als Vorsitzende gewählt wurden, sondern auch der Aufbruch nach der verlorenen Bundestagswahl im Frühjahr 2025.

Kurskorrektur mit Haltung und Klarheit

Die SPD will nach innen und außen wieder deutlicher machen, wofür sie steht: Für gute Arbeit, bezahlbares Wohnen, stabile Renten, eine moderne Familienpolitik – und klare Kante gegen Rechts. In Berlin wurde dazu ein neuer politischer Prozess angestoßen: Programmatisch, strategisch und personell soll die SPD neu aufgestellt werden, um spätestens 2029 wieder das Kanzleramt zu erreichen.

Ruth Müller, MdL, zeigte sich überzeugt:

„Dieser Parteitag war ein klarer Wendepunkt. Die SPD hat sich ehrlich gemacht und gezeigt: Wir haben verstanden. Wer für die Menschen da sein will, muss zuhören, Haltung zeigen und nach vorne gehen. Das haben wir mit diesem Parteitag nun gezeigt.“

Empörung über Rainers Vorschlag zu Saisonkräften

Für besondere Empörung sorgten bei vielen Delegierten die jüngsten Aussagen von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), der sich offen zeigte für Ausnahmen beim Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte. Diese sollten – so Rainer – künftig nur 80 % des gesetzlichen Mindestlohns erhalten.

Marvin Kliem, stv. Bezirksvorsitzender aus Straubing, findet deutliche Worte:

„Wer in Sonntagsreden von ‚Wertschätzung für die Landwirtschaft‘ spricht und gleichzeitig Lohnkürzungen für Erntehelfer*innen fordert, betreibt billige populistische Polemik  auf dem Rücken der Schwächsten. Die SPD steht für einen Mindestlohn ohne Hintertür – für alle, die hier arbeiten.“

Auch SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hatte Rainer scharf kritisiert – ebenso wie Gewerkschaften und Sozialverbände. Die SPD setzt sich stattdessen für stärkere Kontrollen, menschenwürdige Unterbringung und faire Arbeitsbedingungen ein – gerade in der Landwirtschaft.

Weitere Themen: Ukraine, Klimaschutz und soziale Sicherheit

Neben innenpolitischen Themen wurde auf dem Parteitag auch die internationale Lage diskutiert. Die SPD bekräftigte ihre Solidarität mit der Ukraine, sprach sich für eine verstärkte europäische Verteidigungspolitik aus und bekannte sich zum Ziel einer klimaneutralen und gerechten Wirtschaft. Dabei wurden insbesondere Investitionen in klimafreundliche Industrie, Wärmewende und öffentlichen Verkehr gefordert – auch als Jobmotor für ländliche Räume.

Katja Reitmair aus Passau fasste zusammen:

„Wir wollen, dass Niederbayern nicht das Gefühl hat, abgehängt zu sein – weder beim Bus noch beim Arzt. Und wir wollen eine Politik, die Arbeit schützt und nicht Menschen unter Druck setzt. Genau dafür steht die SPD.“

Der Parteitag war ein Aufbruch – selbstkritisch, aber entschlossen. Die NiederbayernSPD bringt sich dabei als kraftvoller, verlässlicher Teil einer sozialdemokratischen Erneuerung ein. Und sie macht klar: Wer an der Seite der arbeitenden Menschen steht, darf bei sozialen Standards keine Kompromisse machen – egal ob in Niederbayern oder in Berlin.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.