
Landtagsabgeordnete Ruth Müller tauschte sich mit Beamtinnen und Beamten der PI Rottenburg über wichtige Themen aus

Landtagsabgeordnete Ruth Müller tauschte sich mit Beamtinnen und Beamten der PI Rottenburg über wichtige Themen aus
Cybersicherheit und die aktuelle Sicherheitslage standen im Fokus bei einem Austausch zwischen der Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Neufahrns Bürgermeister Peter Forstner und Kreisrätin Christel Engelhard mit den Beamtinnen und Beamten der Polizeiinspektion Rottenburg. Großes Interesse zeigte die SPD-Politiker:innen auch an der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten vor Ort, den Herausforderungen, aber auch den Perspektiven.
In Bezug auf Rottenburg präsentierte EPHKin Annette Hartl, Dienststellenleiterin der Polizeiinspektion Rottenburg, zunächst aktuelle Zahlen: Im Jahr 2024 wurden im Zuständigkeitsbereich über 1170 Straftaten registriert – ein Anstieg gegenüber den Vorjahren. Trotzdem kann die Polizei Rottenburg mit einer beeindruckenden Aufklärungsquote von 79 Prozent aufwarten. Die meisten Delikte betrafen Vermögens-, und Diebstahlsdelikte. Den größten Anteil an den Vermögens- und Fälschungsdelikten nehmen hier die Betrugsstraftaten, insbesondere über das Medium Internet ein. Aber leider seien auch die Gewalt- und Rohheitsdelikte angestiegen. Hierzu zählen unter anderem auch die verschiedensten Körperverletzungsdelikte. Erwähnenswert ist im Zusammenhang mit solchen Straftaten auch die sog. Häusliche Gewalt, also alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt innerhalb familiärer bzw. partnerschaftlicher Beziehungen. Ruth Müller zeigte sich hier besonders betroffen: "Jede dritte Frau erlebt Gewalt in Partnerschaften. Auch Feminizide sind traurige Realität", mahnte sie und betonte die Bedeutung von Jugendämtern und Frauenhäusern.
Im Austausch legte Herr PHK* Wolfgang Strasser, in seiner Funktion als stellvertretender Dienststellenleiter, die zunehmende Komplexität der allgemeinen Sicherheitslage angesichts neuer Bedrohungslagen dar. Bespielsweise seien Bürgerinnen und Bürger heute aufgrund der Digitalisierung anfälliger für Cyberkriminalität. Täter agierten anonym, suchten gezielt Opfer aus und spielten mit deren Gefühlen – etwa bei Betrugsmaschen über WhatsApp oder per Telefon. Prävention und Aufklärung seien dringend notwendig, doch gerade bei Jugendlichen, die immer früher Zugang zu digitalen Medien erhalten, gestalte sich Kontrolle schwierig.
Drogenproblematik im Bereich Rottenburg scheint keine Kernproblematik darzustellen, lediglich die Anzeigen im Bereich Cannabis nähmen leicht zu – eine Folge der veränderten Gesetzeslage. Gerade bei jüngeren Menschen beobachte die Polizei eine wachsende „Normalisierung“ des Konsums, für die jüngere Generation sei Cannabis oft kein Tabu mehr.
Auch Verkehrsthemen kamen zur Sprache: Während alkoholisierte Fahranfänger erfreulicherweise seltener auffallen, bleibt die Zahl der Verkehrsunfälle, insbesondere mit Fahrrädern und Pedelecs, ein wichtiges Thema. EPHKin Hartl empfiehlt hier zum Beispiel die Teilnahme an „Pedelec-Trainingsstunden“, die in Kooperation Polizei und verschiedenen Gemeinden, immer wieder angeboten werden. Ursache bei derartigen Unfällen ist hier die oft unterschätzte Geschwindigkeit der „motorisierten“ bzw. elektrifizierten Zweirädern.
Eine weitere Herausforderung sei Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte. Besonders der gesellschaftliche Wertewandel und steigende psychische Probleme hätten zunehmend Auswirkungen auf die Polizeiarbeit.
Positiv wurde die Personalstruktur der Polizeiinspektion bewertet: Geschlechtergerechtigkeit und Teilzeitmodelle seien selbstverständlich etabliert. Das Budget und die Ausstattung hingegen stelle für die Polizeiinspektion Rottenburg, wie bei anderen Dienststellen auch, eine Herausforderung dar. Auch hier werden Sparmaßnahmen deutlich spürbar und bedürfen landespolitischer Unterstützung.
Zum Abschluss bedankte sich Ruth Müller herzlich bei den Beamtinnen und Beamten: „Sie leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für unsere Sicherheit. Dafür gebührt Ihnen höchste Anerkennung und politischer Rückhalt.“
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Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.