Im Landkreis stehen viele Investitionen an

Veröffentlicht am 20.02.2015 in Kreistagsfraktion

SPD-Fraktion spricht sich für zweistufige Steigerung der Musikschulförderung aus

Passend zum Antrag der SPD-Fraktion, die Beteiligung des Landkreises an den Musikschulen zu erhöhen, trafen sich die Sozialdemokraten am Donnerstag Abend in der Vilsbiburger Musikschule, um noch einmal die Eckpfeiler des Landkreis-Haushalts zu beraten.

Seit 2009 ist der Betrag bei 520.000 Euro gedeckelt, was für die Kommunen, die eine Musikschule betreiben, zu einer höheren Eigenbelastung führt. In einem ersten Schritt soll nun in diesem Jahr eine Erhöhung um 10% stattfinden, ein weiterer soll im kommenden Jahr folgen, wenn es die Haushaltslage zulässt. Damit hätte man dann wieder eine Förderung im ursprünglichen Rahmen von etwa 30 Prozent der förderfähigen Lehrpersonalkosten, so Müller.

Der Leiter der VHS Vilsbiburg, Hans Sarcher untermauerte dies auch mit handfesten Zahlen von der Vilsbiburger Musikschule: Rund 600.000 Euro kostet der Betrieb der Musikschule, die Landkreisförderung liege bei 120.000 Euro, so Sarcher. Wenn wir die Gebühren der rund 600 Schüler und den Zuschuss des Musikschulverbands noch abziehen, bleibt für die Stadt Vilsbiburg noch ein Betrag von rund 200.000 Euro im Jahr, der von der Kommune getragen werden muss, befürwortete auch Sarcher eine Erhöhung des Landkreis-Zuschusses.

Mit großen Schritten geht es nun in die Verabschiedung des Landkreis-Haushalts, der am Montag im Kreisausschuss vorberaten wird und am 2. März dann verabschiedet werden soll. Erfreulich sei die gestiegene Umlagekraft des Landkreises allemal, zeuge sie doch von der guten Wirtschaftskraft und einer positiven Entwicklung in der Metropolregion München. Allerdings werden die zusätzlichen Einnahmen auch durch eine höhere Bezirksumlage und durch Steigerungen im sozialen Bereich aufgezehrt. Der Investitionsplan von 2015 bis 2019 beinhalte viele Maßnahmen, die bereits in den letzten Jahren beschlossen wurden oder die bereits am Laufen sind, wie beispielsweise die energetische Sanierungen oder Erweiterungen an den Schulen des Landkreises. Auch im Krankenhausbereich stünden ständig Investitionen an, um sowohl medizinisch als auch gebäudetechnisch auf der Höhe der Zeit zu sein. „In einer Zuzugsregion wie Landshut dürfen wir nicht auf Kosten der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger sparen“, so Kreisrätin Filiz Cetin. Eigentlich sehe man keinen Spielraum für eine Senkung der Kreisumlage, da in einem wirtschaftlich guten Jahr möglichst viele Maßnahmen realisiert werden sollten, stellte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sebastian Hutzenthaler fest. Angesichts der Forderung, die Kreisumlage um zwei Punkte zu senken, signalisieren die Sozialdemokraten, einem Kompromissvorschlag mit einer Senkung von maximal einem Punkt Kreisumlage, also rund 1,5 Millionen Euro zuzustimmen. „Wir reichen die Hand, um einen breiten Konsens für die Verabschiedung des Haushalts zu erreichen“, so Müller. Doch eine ausgestreckte Hand müsse auch ergriffen werden, ansonsten bleibe man bei der Linie, die Kreisumlage in Höhe von 51,5 Punkten beizubehalten.

Im weiteren Verlauf der Fraktionssitzung besprachen die SPD-Kreisräte auch die Parkraumbewirtschaftung am Landratsamt. Das neue Parkdeck werde gut angenommen und es sei zu einer spürbaren Entlastung bei der Suche nach einem Parkplatz gekommen. Die kostenlose Testphase in den Monaten Januar und Dezember habe gezeigt, dass rund 12.000 Personen monatlich auf diesem Gelände parken. Um die investierten Kosten für das Parkdeck wieder zu erwirtschaften, sprachen sich die Sozialdemokraten dafür aus, die ersten 40 Minuten kostenlos zu belassen und die Zeit bis zur ersten vollen Stunde mit 50 Cent zu berechnen.

 

Bildunterschrift: Hans Sarcher, Arno Wolf, Sebastian Hutzenthaler, Ruth Müller, Filiz Cetin, Gerhard Babl

 

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.