Projekt 2014: Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg

Veröffentlicht am 14.12.2014 in Veranstaltungen

Ausstellung – Vortrag – Lesung – Film

Abschlussveranstaltung zur „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“ am 21. Dezember

Mallersdorf-Pfaffenberg (pas) Am 21. Dezember lädt der SPD-Arbeitskreis zur Abschlussveranstaltung zur „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“ ins Haus der Generationen in Mallersdorf-Pfaffenberg ein. Von 13 bis 18 Uhr werden die interessantesten Fundstücke aus den sieben Werkstattterminen der letzten Wochen der Öffentlichkeit präsentiert. Anschließend gedenkt die Labertaler SPD mit einem Historischen Themenabend dem Kriegsbeginn vor 100 Jahren.

 

Ausstellung

Im „Haus der Generationen“ in Mallersdorf-Pfaffenberg werden die wichtigsten Stücke aus den sieben Geschichtswerkstätten in Ergoldsbach, Geiselhöring, Rohr, Sünching, Mallersdorf, Rottenburg und Schierling zusammengefasst und von 13 bis 18 Uhr der Öffentlichkeit präsentiert. Wie sich bei den Einzelterminen gezeigt hat, hatten die Fundstücke an jedem Ort ihren eigenen thematischen Charakter. Umso interessanter wird die Zusammenführung und Präsentation an einem Ort. Unterstützt wird das Thema vom Mallersdorfer Bücherg`schäft mit einem reichhaltigen Büchertisch zum Thema.

Vortrag

Beim anschließenden Historischen Themenabend ab 18 Uhr wird Schirmherrin Ruth Müller, MdL, die sieben Geschichtswerkstatt-Termine Revue passieren lassen. In einem  Vortrag beleuchtet Rita Halg-Kehl, MdB, die Rolle der SPD vor, während und nach dem 1. Weltkrieg. So kämpfte die SPD bis zuletzt gegen den Krieg und erlitt aufgrund der patriotischen Unterstützung der Kriegskredite eine folgenschwere Spaltung. Auch während des Krieges wurden immer wieder Anläufe zu dessen Beendigung unternommen – leider immer erfolglos. Als es schließlich zum katastrophalen Ende kam, überließen die Militärs der SPD-geführten Zivilregierung die Kapitulation und setzten damit den Keim für den nur zwei Jahrzehnte später ausbrechenden Zweiten Weltkrieg.

Lesung

Bereits vor einigen Jahren hatte sich der AK Labertal intensiv mit den Brüdern Ludwig und Carl Gandorfer befasst. Schließlich hatten die beiden zusammen mit Kurt Eisner Anfang November 1918 die Revolution in Bayern ausgerufen – eine Entwicklung, die sich für einige schon während, für andere erst am Ende des Krieges unaufhaltsam abzeichnete. Franz Graf hatte hierzu bereits über den Fund der Kriegstagebücher des damaligen Pfaffenberger Bürgermisters und Landtagsabgeordneten Carl Gandorfer berichtet. Nun sind die Bücher ausgewertet und die Einstellung Gandorfers – er wurde mit 39 und als Vater von 5 Kindern – spricht aus jeder Zeile. Als Landtagsabgeordneter war er nicht nur ein „gemeiner Kanonier“ sondern konnte die bis in die Schützengräben reichende Diskrepanz zwischen adeligen Offizieren und bäuerlich/bürgerlichen Soldaten mehr als einmal anprangern. Doch auch als Amtierender Bürgermeister von Pfaffenberg tat Gandorfer vieles um die Not der Menschen daheim zu lindern.

Film

Mit dem Kino-Film „Frohe Weihnachten - Weihnachten 1914“ schließt sich am vierten Adventsonntag der Kreis der mehrwöchigen Geschichtswerkstatt, die unter dem Motto „..Weihnachten sind wir wieder zu Hause“ Ende September begann.  "Weihnachten sind wir wieder zu Hause!" - war der erste große Irrtum dieses Krieges und schnell wurde das Ausmaß dieser Katastrophe deutlich - Weihnachten 1914 gab es den einmaligen "Weihnachtsfrieden" über die Schützengräben hinweg - Weihnachten 2014 will der AK Labertal an die Geschehnisse vor 100 Jahren erinnern.

Der Eintritt für alle Veranstaltungen ist frei. Die SPD im Labertal bietet in der hektischen, "staaden Zeit" die Möglichkeit, ein paar Stunden in die Erinnerungen an 1914 einzutauchen. Das vielfältige Programm hat für jeden etwas zu bieten.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.