Margit Wild: „Bayern tritt bei der Inklusion auf der Stelle“

Veröffentlicht am 21.03.2014 in Presse

Mitglied des bayerischen Landtags: Margit Wild

Gleich drei Institutionen verkünden innerhalb weniger Tage nahezu das Gleiche: Die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention tritt auf der Stelle. „Der Zug steckt im Bahnhof fest“, stellt Margit Wild zum heute stattfindenden Welt-Down-Syndrom-Tag fest.

Erst am Dienstag mahnte die Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung bestehende Barrieren im bayerischen Schulwesen an, am Mittwoch veröffentlichte das Deutsche Institut für Menschenrechte eine Studie, die zum Schluss kommt, dass „der Umsetzungsstand hinter den Erwartungen“ zurückbleibt und am Donnerstag fordert der BLLV mehr Geld für bayerische Schulen, damit Inklusion zielführend und qualitativ hochwertig umgesetzt werden kann.

„Das sind drei Schüsse vor den Bug innerhalb drei Tage. Das sollte der Bayerischen Staatsregierung zu denken geben“, meint Margit Wild. Sie habe seit Monaten den Eindruck, die Umsetzung der UN-Konvention werde nicht mehr ernsthaft verfolgt. „Inklusion entspricht unserer Vorstellung einer menschlichen Gesellschaft. Es ist für uns alle mit gehörigen Anstrengungen verbunden, denn wir müssen umdenken, es muss Geld in die Hand genommen werden und es müssen neue Herausforderungen bewältigt werden“, so die Regensburger Abgeordnete. „Aber genau das tun unsere behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger jeden Tag, nur sehen wir das ganz oft nicht. Ich finde es nur selbstverständlich, wenn wir endlich die nötigen Schritte hin zu einer inklusiven Gesellschaft unternehmen“.

Als wichtigste Punkte, die schnellstmöglich angegangen werden müssen, nennt Margit Wild eine besser Unterstützung der Lehrkräfte durch Fortbildungen, eine zweite pädagogische Fachkraft im Unterricht und die Verortung der Schulbegleitung im Kultusministerium.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.