Mitglied des bayerischen Landtags: Margit Wild Gleich drei Institutionen verkünden innerhalb weniger Tage nahezu das Gleiche: Die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention tritt auf der Stelle. „Der Zug steckt im Bahnhof fest“, stellt Margit Wild zum heute stattfindenden Welt-Down-Syndrom-Tag fest.
Erst am Dienstag mahnte die Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung bestehende Barrieren im bayerischen Schulwesen an, am Mittwoch veröffentlichte das Deutsche Institut für Menschenrechte eine Studie, die zum Schluss kommt, dass „der Umsetzungsstand hinter den Erwartungen“ zurückbleibt und am Donnerstag fordert der BLLV mehr Geld für bayerische Schulen, damit Inklusion zielführend und qualitativ hochwertig umgesetzt werden kann.
„Das sind drei Schüsse vor den Bug innerhalb drei Tage. Das sollte der Bayerischen Staatsregierung zu denken geben“, meint Margit Wild. Sie habe seit Monaten den Eindruck, die Umsetzung der UN-Konvention werde nicht mehr ernsthaft verfolgt. „Inklusion entspricht unserer Vorstellung einer menschlichen Gesellschaft. Es ist für uns alle mit gehörigen Anstrengungen verbunden, denn wir müssen umdenken, es muss Geld in die Hand genommen werden und es müssen neue Herausforderungen bewältigt werden“, so die Regensburger Abgeordnete. „Aber genau das tun unsere behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger jeden Tag, nur sehen wir das ganz oft nicht. Ich finde es nur selbstverständlich, wenn wir endlich die nötigen Schritte hin zu einer inklusiven Gesellschaft unternehmen“.
Als wichtigste Punkte, die schnellstmöglich angegangen werden müssen, nennt Margit Wild eine besser Unterstützung der Lehrkräfte durch Fortbildungen, eine zweite pädagogische Fachkraft im Unterricht und die Verortung der Schulbegleitung im Kultusministerium.