Ziel ist es mehr zu werden

Veröffentlicht am 04.02.2014 in Kommunalpolitik

Schwungvoller Wahlauftakt der Landkreis- SPD in Wörth
Wirtschaftspolitik, Soziale Belange und Energiewende als Zukunftsaufgaben für den Landkreis

In der Gemeinde Wörth führte die SPD im Landkreis Landshut ihren Wahlauftakt zur Kommunalwahl 2014 durch – sechs Wochen vor dem Urnengang, bei dem nicht nur über die Zusammensetzung des Kreistags und der Gemeinderäte entschieden wird, sondern auch über die künftigen Rathauschefs und die Landrätin. Auch in Wörth steht ein Wechsel des Bürgermeisters ins Haus und so oblag es dem SPD- Bürgermeisterkandidaten Armin Reiseck, ein Grußwort beim Wahlauftakt zu sprechen.

Er erinnerte in einem kurzen Rückblick an die Entwicklung der Gemeinde Wörth in den Jahren 1990 bis 2002, als mit Altbürgermeister Karl Rannow die entscheidenden Weichen für eine moderne und finanzstarke Gemeinde gestellt wurden. Durch die Realisierung des Gewerbegebiets und den Einwohnerzuwachs von ca. 1.000 Bürgerinnen und Bürgern konnte das Steuereinkommen der Gemeinde verdreifacht werden. Die Einkommenssituation der Gemeinde dauerhaft zu stärken, um die Lebensqualität langfristig zu sichern, das sei sein Ziel, so Reiseck. Ein ganzheitliches Entwicklungskonzept für die Gemeinde unter Berücksichtigung der Verkehrssituation, der gemeindlichen Aufgabe Kinderbetreuung und der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung sei dafür unabdingbar.

Nachdem die beiden Musiker Valerian Thielicke und Christian Suttner die Gäste musikalisch mit Violine und Klavier eingestimmt hatten, konnte die Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Ruth Müller in der vollbesetzten Poststube in Wörth viele SPD- Mandatsträger begrüßen, aber auch zahlreiche Bürgermeister- Kandidaten der SPD aus den verschiedenen Gemeinden und Kreistagskandidaten. Derzeit habe man acht Kreisräte, das Ziel sei es „mehr zu werden“, so Müller. Wenn es um soziale Fragen gehe, wie beispielsweise die Unterstützung der Gebrauchtwarenhäuser, die unter dem schwarz- gelben Kahlschlag gelitten hätten oder um die Schaffung guter Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst für Reinigungskräfte sei es die SPD, die sich für die Schwachen in der Region einsetze, so Müller. Als Landtagsabgeordnete sei sie auch im Ausschuss für Gesundheit und Pflege tätig und deshalb habe die Kreistagsfraktion nun auch den Antrag gestellt, dass sich der Landkreis Landshut als Modellregion „Zukunft Kindergesundheit“ bewerben solle. Die Landratskandidatin der SPD, Christel Engelhard bringe eine 18jährige Erfahrung als Kreisrätin mit und sei zudem als stellvertretende Landrätin mit vielen Fragen des täglichen Amtsgeschäfts vertraut. „95 Jahre nachdem die SPD das Frauenwahlrecht erstritten hat, wäre es an der Zeit, einer Frau auch die Verantwortung für die Geschicke des Landkreises anzuvertrauen“, so Müller.

„Ehrlich – Engagiert – Engelhard“ – unter diesem Leitspruch stellte die Landratskandidatin aus Altdorf ihre Ziele für einen zukunftsorientierten Landkreis Landshut vor, in dem alle Regionen gleichmäßig gefördert werden. Schwerpunkte der SPD liegen im Bereich der Gesundheitsversorgung, der Energiewende aber auch in der Wirtschafts- und Bildungspolitik. „LAKUMED darf nie zerschlagen werden“, fasste Engelhard ihre Erläuterungen zu den drei Landkreiskrankenhäusern zusammen. Die SPD habe sich für den Erhalt der flächendeckenden medizinischen Versorgung stets stark gemacht und die Investitionen mitgetragen. So habe man bei der Schlossklinik Rottenburg durch den Bau der AHB- Einrichtung neue Arbeitsplätze geschaffen und erhalte durch das Reha- Angebot die Wertschöpfung vor Ort. Das einzige Hospiz Niederbayerns stehe in Vilsbiburg und dort habe man auch dem wohnortnahmen Ausbildungsangebot Rechnung getragen, indem man das Ausbildungszentrum für Gesundheitsberuf neu gebaut hätte.

Eine Zukunftsaufgabe werde es sein, die Energiewende im Landkreis Landshut in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, Fachleuten und den Kommunalpolitikern zu gestalten. Gemeinsam mit der exzellenten Fachhochschule könnten hier Konzepte entwickelt werden, unsere Region zu der fortschrittlichsten Region nach dem Ende des Atomzeitalters zu machen. Das Potential der Fachhochschule möchte Engelhard im übrigen auch dazu nutzen, die Region Landshut für junge Menschen attraktiv zu machen und Unternehmensgründungen anzustoßen. Dass junge Menschen nicht nur in der Region ihre Chancen nutzen und Talente einbringen können, sondern auch bei der SPD in Verantwortung genommen werden, zeige die vielfältige Liste, mit der man in die Kommunalwahl ziehe, so Engelhard. „Wir haben in unserer Mitte Platz für junge Kandidatinnen und Kandidaten und müssen sie nicht auf andere Listen „aussourcen“ – der Dialog über die Generationen hinweg spiegle sich durch die Zusammensetzung der Kreistagsliste, bei der mit Gökce Göktürk die jüngste Kandidatin 21 Jahre alt ist und der Pfeffenhausener Altbürgermeister Arno Wolf seine 30jährige Erfahrung als Kreisrat einbringe.

Foto v. l. n. r.: Stv. Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister Franz Göbl, Landratskandidatin Christel Engelhard, Altbürgermeister Karl Rannow aus Wörth, Kreisrat Gerhard Babl, Ruth Müller, MdL, Kreisrat Arno Wolf und Bürgermeisterkandidat Armin Reiseck aus Wörth

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.