„Ehre wem Ehre gebührt!“

Veröffentlicht am 03.11.2011 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion will die Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis

„Es vergeht kaum eine Sonntagsrede, in der nicht in höchsten Tönen die Bedeutung der für das Allgemeinwohl Tätigkeiten gepriesen wird.“ So führte SPD-Vorsitzende Ruth Müller ihre Fraktion in der letzten Sitzung in eine ihrer Meinung nach wichtige Materie ein. Unsere Gesellschaft lebe vom Ehrenamt und gebe es dieses nicht, würden wesentliche Bereiche des öffentlichen Lebens verkümmern. Denn für die vielfältigen Leistungen, ob nun bei den Rettungsdiensten, im kulturellen, sportlichen oder sozialen Leben könne die öffentliche Hand aus finanziellen Gründen niemals hauptamtliches Personal bereitstellen. Deshalb werde den uneigennützig engagierten Menschen von führenden Politikern auch immer wieder mit warmen Worten gedankt.

Doch diese verbalen Gesten reichten nach Bernd Zauners Worten oftmals nicht mehr aus, die offensichtlichen Probleme vieler Vereine bei der Gewinnung von Nachwuchskräften zu lösen. Deshalb müsse die Gesellschaft in einer Zeit, in der gerade junge Menschen in Beruf und Familie immer stärker gefordert würden, zu einer neuen Anerkennungskultur finden.

Diese müsse auf der Basis der drei „W“ (Wertschätzung, Würdigung und
Weiterbildung) dem Engagement der Freiwilligen auf eine moderne Art gerecht werden. Ein Instrument dafür sei die so genannte Ehrenamtskarte.

Nachdem diese in vielen deutschen Bundesländern schon erfolgreich getestet worden sei und bewiesen haben, dass sie ohne große Kosten für die Kommunen eingeführt werden könne, soll sich nach Meinung der SPD-Kreistagsfraktion auch der Landkreis Landshut diesem Instrument öffnen. Gerade das europäische Jahr des Ehrenamtes 2011 sei dafür der ideale Zeitpunkt, meinte der Veldener Bürgermeister Gerhard Babl.

Wie Johann Sarcher weiter erläuterte, sei die Ehrenamtskarte ein Ausweis, der unter bestimmten Voraussetzungen an freiwillig in der Gesellschaft tätige Menschen vergeben werde. Damit bestehe die Möglichkeit in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen wie Theatern, Museen, Bädern oder Bildungseinrichtungen Rabatte zu bekommen. In Nordrhein-Westfahlen, wo bereits in Hunderten von Kommunen an viele Tausend Ehrenamtliche diese Karte vergeben worden sei, gebe der mittlerweise rund 1.500 Anlaufstellen für die Ausweisinhaber. In Vilsbiburg, so Sarcher weiter, sei schon einmal ein Anfang gemacht. Hier erhielten Jungfeuerwehrleute gratis eine Saisonkarte in das Stadtbad.

Zunehmend schlössen sich aber auch private Unternehmen der Aktion an und lockten die Freiwilligen ebenfalls mit Vergünstigungen. „Die SPD sieht in der Ehrenamtskarte ein wichtiges Instrument, besonders engagiertes bürgerschaftliches Engagement mehr als nur mündlich zu würdigen“, stellte Franz Göbl aus Buch am Erlbach abschließend fest.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.