SPD auf der VIA NOVA unterwegs

Veröffentlicht am 11.10.2011 in Allgemein

VIA-NOVA-Radltour der SPD von Niederleierndorf nach Rogging

Dass auf dem VIA-NOVA-Pilgerweg nicht nur die Füße weit tragen können, sondern dieser auf der Wegstrecke durch die Auenlandschaft der Großen Laber zwischen Niederleierndorf und Rogging seinen Reiz auch für die pilgernden Radfahrer und Radfahrerinnen hat, davon konnten sich am vergangenen Wochenende die SPD-Ortsvorsitzenden von Langquaid und Schierling, Kirsten Reiter und Madlen Melzer, sowie die Markträte Robert Mehrl, Langquaid, und Armin Buchner im Bunde mit dem ehemaligen Bürgermeister Josef Bergmann bei einer Radltour überzeugen. Hauptanlass war die Erkundung des möglichen Wegeabschnittes des VIA-NOVA-Weges von Geiselhöring über Aufhausen über Pfakofen, Schierling, Langquaid und Rohr nach Abensberg. Bevorzugte Trassen sind dabei nicht geteerte Feld- und Waldwege abseits vom Verkehr auf geteerten Straßen und Radwegen.

Vom Start auf dem Schierlinger Rathausplatz ging es als erstes nach Westen auf dem alten Wallfahrtsweg nach Niederleierndorf durch die Obere Au. Es ist der Weg des alljährlichen Bittganges zum weitum sichtbaren Marienheiligtum der Nachbargemeinde und somit schon aus diesem Grund ein „via sancta“ vieler Jahrhunderte. Niederleierndorf ist bereits seit rund 1010 Jahren mit Schierling und Rogging durch die Schenkung Kaiser Heinrichs II und seiner Frau Kunigunde an Niedermünster im Jahre 1002 über die gemeinsame Grundherrschaft des Regensburger Damenstiftes als Reichsabtei bis 1810 eng verknüpft, so dass man diesen Wegabschnitt 2012/2013 als auch „Niedermünsterweg“ gestalten könnte. Über den Verlauf des VIA-NOVA-Weges im Bereich der Marktgemeinde Langquaid wird sich ein eigener Arbeitskreis Gedanken machen. Jedenfalls ist Niederleierndorf auch Station des „Laabertaler Wallfahrtsweges“ von Paring und Hellring bis zum Kloster Rohr.

Zurück nach Schierling ging es dann über Eichbühl und den Feldweg entlang der MUNA, um dann in die Untere Au zu wechseln und dort Eggmühl anzusteuern. Hier könnte auch ein Rundweg über das Schlachtfeld von Eggmühl den VIA-NOVA-Wanderern die Möglichkeit geben, ihre Wanderschaft für einen oder mehrere Tage zu unterbrechen und in die Geschichte der Leiden vor 202 Jahren einzutauchen, griff Marktrat Armin Buchner den Vorschlag der SPD vom Sommer erneut auf. Die Gruppe der „roten Radler“ (nicht zu verwechseln mit den roten Radler-Engeln im „Münchner im Himmel“) steuerte dann am Mauernhof vorbei und unter der Bahnbrücke hindurch das Naturdenkmal „Weinberg“ an. Der lauschige Platz, der in einer mittelalterichen Besitzurkunde als „vinea apud curtem iuxta muros“ („Weinberg beim Hof neben den Mauern“) bereits erwähnt ist, lädt förmlich zum Rasten ein. Hier oder bei der Stanglmühle könnten auch Informationstafeln über die Frühgeschichte von der Römerzeit über die Bajuwaren bis in die Ära der Ottonen im 10.Jahrhundert. Denn nirgends ist die römische und bajuwarische Funddichte (z.B. Merkur von Rogging, villa rustica beim Mauernhof, Gräberfeld in Richtung Zaitzkofen) so groß wie in diesem Bereich. Jedenfalls verhalfen die Eindrücke der Landschaft zwischen Niederleierndorf und Rogging auch zu einer Reihe von Einfällen für die touristische und spirituelle Ausgestaltung des Pilgerweges entlang der Großen Laber.

Kirsten Reiter, Robert Mehrl und Josef Bergmann zeigten sich ebenso wie Madlen Melzer und Armin Buchner beim Abschlussgespräch vor dem TV-Sportheim davon überzeugt, dass der „VIA-NOVA-Pilgerweg“ ein wichtiger Beitrag für die touristische Entwicklung der Region an der Großen Laber werden könnte, aber auch das ehrenamtliche Engagement für die Heimat erfordere. Ihr Credo unisono: „Wir haben eine Chance. Nutzen wir sie.“ Eine kräftige Brotzeit stärkte die müden Glieder.

Besonders die Kürbissuppe, die Madlen Melzer lecker zubereitet hatte und die auch einem Sterne- oder Hauben-Koch alle Ehre gemacht hätte, fand reißenden Absatz. VIA-NOVA kann kommen.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.