stv. Ortsvorsitzende Elfi Schmidt bei der Begrüßung
Dietrich Bonhoeffer auf der Leinwand in Rottenburg - Der Film “Bonhoeffer - Die letzte Stufe” als Einstimmung auf das Bonhoeffer-Konzert im Rahmen der Bonhoeffer-Wochen
Dietrich Bonhoeffer auf der Leinwand in Rottenburg - Der Film “Bonhoeffer - Die letzte Stufe” als Einstimmung auf das Bonhoeffer-Konzert im Rahmen der Bonhoeffer-Wochen
Von Mai bis Juli wurde im Labertal in Zusammenarbeit zwischen der evangelischen Kirche und der SPD die Ausstellung aus Hamburg über Dietrich Bonhoeffer gezeigt. 65 Jahre nach Kriegsende wolle man auf Werte wie Zivilcourage, Mut und christlichen Glauben hinweisen, aber auch dankbar daran erinnern, dass man nun in Frieden und Freiheit lebe, so die Landshuter SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller in ihrem Grußwort bei der Filmvorführung. Bewusst sei der Termin in den November gelegt worden, fand doch am 9. November 1938 die "Reichspogromnacht" statt - bei der die Einrichtungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger im gesamten Deutsche Reich zerstört wurden. Vom 7. bis 13. November 1938 wurden etwa 400 Menschen ermordet, Synagogen, Betstuben, jüdische Friedhöfe, Geschäfte und Wohnungen wurden zerstört.
Aus diesem Anlass wolle der SPD Ortsverein mit der Filmvorführung auch ein Signal der "Erinnerung gegen das Vergessen" setzen und rechtsradikalem Gedankengut in der Gegenwart entgegentreten, so die stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende Elfi Schmidt. Sie zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über den guten Besuch des Filmabends im Rottenburger Bürgersaal. Karl-Friedrich Hueck, der mit der Familie Bonhoeffer verwandt ist, führte als Vertrauensmann der evangelischen Kirche Rottenburg in die thematische Handlung des Films ein. Der Film setze an einem Lebensabschnitt Bonhoeffers an, in dem er sich aus der Sicherheit Amerikas zurück ins Nazideutschland begebe, so Hueck. Dies sei eine Entscheidung, die für viele Menschen nicht leicht nachzuvollziehen sei, habe er sich doch bewusst der Gefahr ausgesetzt, um die Bedrängten zu unterstützen. “Sonst verrate ich, woran ich glaube, denn Kirche ist nur dann Kirche, wenn sie für andere da ist“, so Bonhoeffer im Film.
Der bewegende Spielfilm über die letzten Jahre des am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg am Galgen hingerichteten ökumenischen Blutzeugen fand ein tief beeindrucktes und berührtes Publikum. Bonhoeffer arbeitete aktiv am Widerstand mit, sein Schwager, Hans von Dohnanyi versteckte Akten über die Verbrechen der Nazis, die allerdings gefunden werden, als Bonhoeffer nach dem gescheiterten Hitler-Attentat bereits inhaftiert ist. Gemeinsam mit anderen prominenten Gefangenen wird Bonhoeffer Richtung Flossenbürg transportiert und dort wenige Tage vor Kriegsende am Galgen hingerichtet, den er nackt und bloss besteigt. „Das ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens“ – ist sein letzter historisch überlieferter Satz, mit dem er für seine christliche Überzeugung einsteht.
Im Film wird auch die Liebe zwischen Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer, seiner Verlobten, erzählt. Sie erreicht am Ende ihr Heimatgut Pätzig, wirft einen erschrockenen Blick zurück als ihr Dietrich den Tod findet.
Gemeinsam mit Pfarrer Max Rabl stimmten die Zuschauer am Ende der Filmvorführung Bonhoeffers vertontes Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ an. Dieses Gedicht hat Eingang in die kirchlichen Gesangbücher gefunden. Der Liedermacher Siegfried Fietz, aus dessen Feder die Melodie stammt, kommt zum Abschluss der Bonhoeffer-Wochen am Freitag, 19. November um 19.30 Uhr zu einem Konzert nach Rottenburg in die Dreieinigkeitskirche. Karten gibt es im Vorverkauf im evangelischen Pfarramt, beim Rottenburger Anzeiger und in der Gärtnerei Geltinger in Pfeffenhausen.
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Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.