Gillamoos 2010

Veröffentlicht am 07.09.2010 in Veranstaltungen

Gabriel stellt Söder und Rösler in den Schatten
Die Süddeutsche titelt: Starkbier und kraftlose Reden

„Es sollte ein Duell der Gesundheitspolitiker werden. Aber zum Duell kam es nicht. Dafür sorgte vor allem Rösler mit seinem Auftritt. Der kalauert sich auf Kosten seiner Bundesregierung durch den Vormittag und seinen bayerischen Amtskollegen Söder ignorierte Rösler gänzlich. Rösler redete sich um Kopf und Kragen“, so die Süddeutsche in ihrer Berichterstattung.

Auch im CSU-Zelt blieb es lange sehr ruhig. Die Süddeutsche: „So richtig Stimmung kam lange nicht auf. Der Franke Söder musste schon eine Lederhose anziehen, um das Bierzeltvolk zum Lachen zu bringen.“ Nur mit seinen Thesen zur Integrationspolitik konnte Markus Söder die eigene Anhängerschaft begeistern. Wieder die Süddeutsche: "In Bayerns Klassenzimmer gehören Kruzifixe und keine Kopftücher" sowie "Moscheen dürfen in Deutschland nicht höher sein als Kirchtürme". Söder sagt: "Lasst uns Nägel mit Köpfen machen." Da kommt Applaus auf.

Besser getroffen hatten es die SPD-Anhänger mit ihrem Chef: „So dreist ist in Deutschland noch nie der Eindruck erweckt worden, Politik sei käuflich. Die haben Geld geboten — und die anderen haben danach Gesetze gemacht.“ SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel setzte bei seiner Rede zum Rundumschlag gegen die Bundesregierung an. Den bayerischen "Umwelt"-Minister Markus Söder griff Gabriel direkt an: „Wer als Umweltminister so etwas einleitet und unterstützt, der gehört eigentlich aus dem Amt gejagt und nicht hierher als Redner eingeladen.“ Gabriel zog schließlich im proppenvollen Jungbräu-Zelt das Fazit: "Deutschland wird unter seinen Möglichkeiten regiert. Das hat Deutschland nicht verdient."

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.