Jugendlichen zweite Chance nicht verwehren

Veröffentlicht am 14.06.2009 in Bildung & Kultur

Für eine weitere Förderung des „Modell Landshut“ der VHS plädieren die Fraktionsspitzen der SPD in Stadt und Landkreis.

SPD-Fraktionsspitzen aus Land, Stadt und Landkreis bedauern Ausstieg des Kultusministeriums aus der Förderung für das Modell Landshut im kommenden Schuljahr

„Die Finanzierung des „Modell Landshut“ darf für das Schuljahr 2009/2010 für die VHS und die Jugendlichen nicht wieder zur Zitterpartie werden“, waren sich die SPD-Politiker MdL Johanna Werner-Muggendorfer, der Landshuter Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Robert Gewies und die Fraktionsvorsitzende im Landkreis, Ruth Müller, einig. Die beiden Fraktionsvorsitzenden hatten die Landtagsabgeordnete um Unterstützung gebeten, dass das Erfolgsmodell für das Nachholen des Hauptschulabschlusses vom Freistaat die notwendigen Finanzmittel erhält.
Noch im Schuljahr 2007 / 2008 war die Welt für bildungswillige Jugendliche noch in Ordnung: Fünf Kurse wurden über ESF-Mittel gefördert, was für 107 Schüler eine zweite Chance bedeutete. Im Sommer 2008 entstand dann die Finanzierungslücke und nach zahlreichen Gesprächen und vielfältiger Unterstützung konnte die VHS Landshut vier Kurse anbieten, die zum Teil über die Bundesagentur für Arbeit, über ESF-Mittel und über einmalige Landesmittel gefördert werden.

MdL Johanna Werner-Muggendorfer machte deutlich, dass es dank Bundesarbeitsminister Olaf Scholz nun ein Bundesrecht auf das Nachholen des Hauptschulabschlusses gebe. Allerdings müssten diese Kurse zum einen ausgeschrieben werden, zum anderen funktioniere das „Modell Landshut“ deshalb so erfolgreich, weil Samstags- und Ferienunterricht stattfinde und eine sehr intensive Betreuung gewährleistet werde. Gerade Schüler, die die Hauptschule verlassen hätten und einen Hauptschulabschluss haben, können laut Sozialgesetzbuch nicht mehr an diesem Kurs teilnehmen, da sie ihre Schulpflicht erfüllt haben und sich der Freistaat Bayern damit nicht mehr in der Verantwortung sieht. Bei der Beiratssitzung der VHS Landshut wurde eine einfache Kalkulation aufgemacht, rechnete Ruth Müller vor: Die Kosten für einen Jugendlichen beim VHS-Modell Landshut betragen ca. 235 € im Monat. Muss dieser Jugendliche über die ARGE Leistungen beziehen, kostet das 351 € im Monat. Sowohl volks- als auch betriebswirtschaftlich zahle sich das sofort aus, und noch mehr, wenn die Jugendlichen nach Abschluss des VHS-Kurses eine Ausbildungsstelle erhalten, stellte Robert Gewies fest.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Johanna Werner-Muggendorfer hat Kultusminister Spänle um Unterstützung für diese bestehende Einrichtung gebeten und nun aber vom Kultusministerium erfahren, dass sich der Freistaat aus der Förderung von Kursen zum Nachholen von Hauptschulabschlüssen zurückziehen will. „Ohne einen guten qualifizierten Abschluss haben die Jugendlichen kaum Chancen auf dem Ausbildungsstellenmarkt, deswegen darf der Freistaat diese jungen Menschen nicht im Stich lassen“, fordert MdL Johanna Werner-Muggendorfer die Staatsregierung um Unterstützung auf. In ganz Bayern sind von dieser Neuregelung 27 Kurse betroffen und der Freistaat sei in der Verpflichtung, diesen Jugendlichen ihre zweite Chance nicht zu verwehren.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.