Flucht und Vertreibung

Ankunft der evangelischen Christen aus Schlesien 1945/46

Die Geschichte der evangelischen Christen in Niederbayern ist in ganz besonderer Weise auch mit dem Schicksal vieler Heimatvertriebenen verbunden, die nach Kriegsende bei uns eine neue Heimat gefunden haben.

Ein lebensgefährlicher wochenlanger Fußmarsch mitten im kalten Winter lag hinter ihnen, als die von Haus und Hof Vertriebenen aus Schlesien, Schlottau, Martinwaldau, Bunzlau, aus Ostpreußen und dem Sudetenland in Niederbayern landeten. Sie waren von den Strapazen gezeichnet, als sie mit ein paar Habseligkeiten wie Bettler vor den Häusern wohlhabender Bauern, von örtlichen Behörden eingewiesen und nicht gerade begeistert aufgenommen wurden. Meist wurde ihnen nur ein Zimmer pro Familie mit mangelhafter Waschgelegenheit und Küchenbenützung zugeteilt. Körperlich erschöpft, teilweise krank waren es besonders für die Alten und Kinder unvorstellbare Strapazen und auch seelisch fehlten ihnen die Kräfte. So nach und nach wurde ihnen bewusst: Wir kommen nicht mehr heim, wir werden unser Dorf, unser Haus und unsere Heimat nie mehr sehen. Verzweifelt, entwurzelt konnten sie noch gar nicht fassen, was ihnen da widerfahren war. Auch psychisch waren sie ohne Trost und Orientierung: kein Gottesdienst, keine Kirche, keine Gemeinschaft und kein Pfarrer.

Die Zahl der Evangelischen in Niederbayern verachtfachte sich durch ihren Zuzug. Vieles war den Menschen, die ihre Heimat verloren hatten, fremd in dieser noch völlig anderen, katholisch geprägten Welt.

„Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) blickt 2017 auf 500 Jahre Reformation. Im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken griffen Haupt- und Ehrenamtliche das Thema „Reformation und Toleranz“ mit einer Wanderausstellung auf, die wir gerne als Anlass zur Erinnerung und Diskussion übernommen haben“, so Arbeitskreis-Sprecher Rainer Pasta. Auf zusätzlichen Tafeln wird dazu die Geschichte der Evangelischen Christen in Niederbayern und der Oberpfalz, insbesondere in der Region Labertal ergänzt. Hier

Die 12 Ausstellungstafeln aus dem Münsterland

 

Der AK Labertal stellt sich vor:

Im Herbst 2008 schlossen sich die SPD-Ortsvereine im Labertal zu einem Aktionsbündnis zusammen. Gegenseitige Unterstützung sowie die Optimierung der Synergieeffekte, die gemeinsames Handeln bieten, waren Motivation und Ziel der Initiative. Mit Einbindung der SPD-Mandatsträger in der Region Labertal gelang es zum Europa- und Bundeswahlkampf, eindrucksvolle Informationsabende zu veranstalten. Mit der Wanderausstellung "Rechtsradikalismus in Bayern" die 2009 und 2010 in der Region flächendeckend gezeigt werden kann, positioniert sich der AK, wie zur Gründung beschlossen, deutlich gegen rechtsradikale Tendenzen in der Region. Auch die Ausstellungsreihe "gerade Dich, Arbeiter, wollen wir" - in Zusammenarbeit mit dem DGB - war ein Erfolg. Neben den Historischen Themennachmittagen hat sich der AK mit den Bonhoeffer-Wochen als die "kreativste und kompetenteste gesellschaftliche Gruppe" im Labertal präsentiert und die Menschen in der Region erreicht. Bei der Vergabe des Wilhelm_Dröscher-Preises 2011 musste sich der AK Labertal in der Kategorie "Kampf gegen Rechtsextremismus" nur Storch Heinar geschlagen geben Für den noch jungen AK Labertal und die 14 SPD- Ortsvereine des Großen und Kleinen Labertales ist der 3. Preis eine großartige Auszeichnung. Und für die SPD im Labertal ist die Präsentation beim Parteitag und die Bronzemedaille Ansporn und Auftrag, sich für die Menschen in der Region einzusetzen und ihnen die Grundwerte und die Politik der Sozialdemokratie zu vermitteln und ans Herz zu legen. Neben politischen Aktionen auf kommunaler, Landes-, Bundes- und Europaebene darf die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. So treffen sich die Mitglieder im AK-Labertal regelmäßig zu geselligen Veranstaltungen mit den Nachbarvereinen. Zu allen Aktivitäten des AK Labertal ist die interessierte Bevölkerung herzlich eingeladen.

 

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