Zweiter "Historischer Themennachmittag" im Labertal

Veröffentlicht am 07.03.2010 in Veranstaltungen

Vor 65 Jahren:
Die Todesmärsche im Labertal von Flossenbürg bis Ergoldsbach

Mit den Todesmärschen von Flossenbürg bis Ergoldsbach und der Rettung von 13 jüdischen KZ-Häftlingen vor 65 Jahren beschäftigt sich am Sonntag, 14. März, um 15:00 Uhr im Landgasthof Buchner in Allersdorf bei Schierling der zweite historische Themennachmittag, zu dem der SPD-Arbeitskreis Labertal und der SPD-Ortsverein Schierling die Bevölkerung und alle an der Zeitgeschichte Interessierten einladen.

In den letzten Tagen des April 1945 tobte besonders in ganz Ostbayern die Mordmaschinerie der NS- und SS-Schergen, der Tausenden Menschen das Leben kostete. Mehrere Kolonnen todgeweihter KZ-Häftlinge von den KZ’s Buchenwald und Flossenbürg wurden auch durch die Täler der Großen und Kleinen Laber getrieben, das Leben vieler davon endete in den Straßengräben durch die Kugeln der braunen Mordgesellen.

Dreizehn jüdischen Häftlingen kam es wie ein Wunder vor, durch das beherzte Verhalten eines Dorfpolizisten und einer Bäuerin in der Marktgemeinde Ergoldsbach vor dem sicheren Tod bewahrt zu werden. Über diese Rettungstat und die Todesmärsche durch unsere Region spricht Jürgen Rettberg aus Sinzing, ein namhafter und international tätiger Forscher dieser Schreckenszeit...

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.