Zukunft des Wehrdienstes vernünftig klären

Veröffentlicht am 15.06.2010 in Bundespolitik

MdB Marianne Schieder gegen übereilte Verkürzung des Wehrdienstes

Die derzeit laufenden Beratungen über die von der Bundesregierung angestrebten Veränderungen des Wehr- und Zivildienstes erinnern an ein Stück aus dem Absurden Theater. Das Parlament soll ernsthaft die Verkürzung behandeln, während andernorts über die komplette Abschaffung laut nachgedacht wird. Im Rahmen einer Anhörung im Bundestag konnte sich mancher Experte die ein oder andere spöttische Bemerkung nicht verkneifen. Kritik an dem atemberaubenden Tempo des Gesetzgebungsverfahrens wurde von allen Experten geteilt. Doch auch inhaltlich gab es viel zu bemängeln.
So passt die Verkürzung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate in keinster Weise zu den Sparanstrengungen der Bundesregierung. Sie kostet viel Geld und bringt keinen Nutzen für die Streitkräfte.

Die Bundeswehr kann die zusätzlichen Grundwehrdienstleistenden weder gründlich ausbilden, noch hat sie später Verwendung für sie. Die angedachten Urlaubsregelungen sind völlig unzureichend. Auch an den geplanten Neuregelungen für den Zivildienst gab es viel Kritik. Vor allem die vorgesehenen Dumpinglöhne passen nicht in die politische Landschaft. Dafür sprachen sich viele Experten für das von der SPD vorgeschlagene Modell zur Einführung freiwilliger Elemente in den Wehrdienst aus.

Mit dem vorliegenden Entwurf gibt es keine Planungssicherheit, weder für die Verbände, noch für die Soldaten und Zivildienstleistende, im Gegenteil. Sachlich geboten wäre jetzt, die vom Verteidigungsministerium eingesetzte Strukturkommission in Ruhe ihre Arbeit fortzusetzen zu lassen. Andernfalls läuft die Regierung Gefahr, statt der gewünschten Einsparungen im Wehretat lediglich Mehrkosten zu produzieren.

Für die schwarz-gelbe Koalition wäre es sinnvoll, den Entwurf zurückzuziehen, bis Klarheit über das Aussetzen der Wehrpflicht besteht. Außerdem darf eine so grundlegende Diskussion, ob wir als Demokratie zukünftig eine reine Berufsarmee oder weiterhin die Wehrpflicht haben, nicht unter dem Deckmantel von Spardiskussion übers Knie gebrochen werden. Es ist ein wesentliches Element unseres Landes, dass sich in der Bundesweher weite Teile unserer Gesellschaft widerspiegeln. Mit einer Berufsarmee würde man diesen Grundsatz aufgeben.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.