Wirtschafts- und Sozialpolitische Gemeinsamkeiten

Veröffentlicht am 06.08.2009 in Bundespolitik

Die Bezirksvorsitzenden der niederbayerischen SPD diskutierten in Plattling mit den Vertretern der Gewerkschaften über wirtschafts- und sozialpolitische Gemeinsamkeiten beider Organisationen. Die Rente mit 67, die Zukunft der Automobilindustrie und gerechte Steuern waren Thema des Gesprächs.

Der DGB-Regionsvorsitzende Klaus Pauli aus Landshut machte deutlich, dass eine Anhebung des gesetzlichen Rentenzugangsalters auf 67 Jahre nicht in Kraft treten darf. „Es müsse eine Rente geben, die zum Leben reicht“, stellte Klaus Pauli fest. Im aktuellen Streit um die Zukunft der Rente hat sich die BayernSPD klar positioniert, machte die Bezirksvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer deutlich, denn die im Gesetz verankerte Überprüfung müsse genauestens erfolgen, um dann zu entscheiden, ob die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre sinnvoll sei oder nicht. Es könne nicht sein, dass in unserer Volkswirtschaft zuerst dreistellige Milliardenbeträge für wilde Spekulationen da sind und es dann Altersarmut gebe, so Klaus Pauli weiter.

Für die Zukunft der Industriepolitik machte sich der IG-Metall-Bevollmächtigte aus Landshut, Robert Grashei stark. Wäre Audi nicht bei der ersten Ölkrise auch staatlich gestützt worden, hätte der Ingolstädter Autokonzern zusperren müssen. Tatsächlich biete er heute 45.000 Arbeitsplätze an. In der Krise sei eine gerechtere Verteilung und ein starker Sozialstaat Voraussetzungen, nicht Hindernisse bei der Krisenbewältigung.

Gemeinsam mit der SPD kämpfe man für ein gerechteres Steuersystem, öffentliche Investitionen und die Bürgerversicherung. Aber auch im Bereich der Bildung und Qualifizierung werden verstärkte Anstrengungen gefordert. Gerade in Zeiten der Krise müsse man auch über ein „Konjunkturprogramm für Arbeitnehmer“ nachdenken, das z. B. auch eine Neuregelung für Altersteilzeit beinhalte, machte stellvertretender Bezirksvorsitzender MdL Bernhard Roos deutlich.

Die Gewerkschaften und die SPD hätten viele gleiche Themen und Ziele – man werde in Niederbayern in Zukunft verstärkt daran arbeiten, diese wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Foto v. l. n. r.: Bernhard Hebertinger (Verdi); MdL Reinhold Perlak, MdL Johanna Werner-Muggendorfer, MdL Bernhard Roos, Robert Grashei (IG-Metall), Hartmut Veitengruber (Verdi), Klaus Pauli (DGB)

 

Homepage SPD Bezirk Niederbayern

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.