"Wir wollen keine Rassisten im Europäischen Parlament"

Veröffentlicht am 16.06.2015 in Presse

Nach der Gründung einer Fraktion der extremen Rechten im Europäischen Parlament unter Beteiligung des französischen Front National von Marine Le Pen, der niederländischen Partij voor de Vrijheid (PVV) unter Geert Wilders, der italienischen Lega Nord und der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) rufen die SozialdemokratInnen die gemäßigten Kräfte im Parlament auf, sich geschlossen gegen die Extremisten zu stellen.

„Das ist ein trauriger Tag für Europa. Es ist kaum zu ertragen, dass die Rechtsextremen im Europäischen Parlament nun auch noch mit Steuergeldern und somit von jedem europäischen Bürger finanziert werden“, ärgert sich der Amberger Europaabgeordnete Ismail Ertug und fügt hinzu:  „Dass in der neu gegründeten Rechtsfraktion auch ein Mitglied der Jobbik, der ungarischen Antisemiten und ein Abgeordneter der UKIP,den britischen Rechtspopulisten, ist, zeigt nur, dass sich mit Geld so einige inhaltliche Differenzen überbrücken lassen.“

„Man darf nicht vergessen, dass die Rechtspopulisten einzig eint, Ängste zu schüren und mit ihren altbekannten Parolen gegen die Europäische Union zu wettern. Sie verfügen weder über eine gemeinsame politische Linie noch über ein politisches Programm. Ihr Ziel ist es einzig und allein Europa zu schwächen", so Ertug weiter.

„Im Sinne der europäischen Idee ist es unsere Aufgabe und Verantwortung Fanatismus und Extremismus in Europa zu bekämpfen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Europäische Parlament, die Bürgerkammer Europas, für ihre menschenverachtenden Kampagnen zu Hause missbraucht wird“, kommentiert der SPD-Europaabgeordnete die Situation im Europäischen Parlament.

„Deshalb müssen alle pro-europäischen Kräfte im Parlament von konservativ bis links, von grün bis liberal, verhindern, dass diese Rassisten und Antieuropäer nicht auch noch wichtige Posten besetzten. Sie wollen Europa schaden und die Europäische Idee zerstören. Daran müssen wir sie hindern“, so Ismail Ertug abschließend.

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.