Nach der Gründung einer Fraktion der extremen Rechten im Europäischen Parlament unter Beteiligung des französischen Front National von Marine Le Pen, der niederländischen Partij voor de Vrijheid (PVV) unter Geert Wilders, der italienischen Lega Nord und der Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) rufen die SozialdemokratInnen die gemäßigten Kräfte im Parlament auf, sich geschlossen gegen die Extremisten zu stellen.
„Das ist ein trauriger Tag für Europa. Es ist kaum zu ertragen, dass die Rechtsextremen im Europäischen Parlament nun auch noch mit Steuergeldern und somit von jedem europäischen Bürger finanziert werden“, ärgert sich der Amberger Europaabgeordnete Ismail Ertug und fügt hinzu: „Dass in der neu gegründeten Rechtsfraktion auch ein Mitglied der Jobbik, der ungarischen Antisemiten und ein Abgeordneter der UKIP,den britischen Rechtspopulisten, ist, zeigt nur, dass sich mit Geld so einige inhaltliche Differenzen überbrücken lassen.“
„Man darf nicht vergessen, dass die Rechtspopulisten einzig eint, Ängste zu schüren und mit ihren altbekannten Parolen gegen die Europäische Union zu wettern. Sie verfügen weder über eine gemeinsame politische Linie noch über ein politisches Programm. Ihr Ziel ist es einzig und allein Europa zu schwächen", so Ertug weiter.
„Im Sinne der europäischen Idee ist es unsere Aufgabe und Verantwortung Fanatismus und Extremismus in Europa zu bekämpfen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Europäische Parlament, die Bürgerkammer Europas, für ihre menschenverachtenden Kampagnen zu Hause missbraucht wird“, kommentiert der SPD-Europaabgeordnete die Situation im Europäischen Parlament.
„Deshalb müssen alle pro-europäischen Kräfte im Parlament von konservativ bis links, von grün bis liberal, verhindern, dass diese Rassisten und Antieuropäer nicht auch noch wichtige Posten besetzten. Sie wollen Europa schaden und die Europäische Idee zerstören. Daran müssen wir sie hindern“, so Ismail Ertug abschließend.