Wer ist hier näher am Bürger?

Veröffentlicht am 19.09.2008 in Kreistagsfraktion

SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Müller informiert über Stellungnahme zur Gentechnik

Nicht gerade als Trendsetter hat sich die Mehrheit des Kreistags in Landshut erwiesen, als der von der SPD-Fraktion gestellte Antrag auf Gentechnikfreie Region Landshut inhaltlich nicht voll übernommen wurde. Zwar wollte man sich einer grundsätzlichen Überlegung zu diesem für alle Bürgerinnen und Bürger wichtigen Thema nicht verschließen, aber konkrete Fakten, wie im ursprünglich formulierten Antrag gefordert, zu schaffen - dazu hat es nicht gereicht.

Vorsitzende Ruth Müller sagt dazu:“ Wir waren ja schon froh, dass die abgespeckte Version unseres Antrags mehrheitlich mitgetragen wurde. Allein die Zuständigkeit des Landkreises zu Fragen der Gentechnik wird von der Landkreisspitze auf europäischer Ebene oder Bundesebene gesehen. Daher wurde auf meine Anregung unser Beschluss dem Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Markus Söder zugeleitet.“ In einem Antwortschreiben hat sich der Staatsminister nun dafür ausgesprochen, dass die Regionen der EU eigenständig über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen entscheiden sollten und damit gentechnikanbaufreie Gebiete einrichten können. Dafür wolle er sich in den entsprechenden Gremien im Oktober einsetzen. „Sollte dann voraussichtlich Anfang Dezember eine solche Einigung auf dem Umweltministerrat zustande gekommen sein, werden wir unseren Antrag in der ursprünglichen Formulierung wieder im Kreistag Landshut stellen“, so die Fraktionsvorsitzende.

Denn die übergroße Mehrheit der Bevölkerung lehne Gentechnik auf ihren Tellern ab. Einige Länder in Europa würden nur noch gentechnikfreie Lebensmittel herstellen. In unserer Region sollten die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte auch für die Zukunft gesichert werden. Die Gesundheit der Menschen, die Nahrungsmittel aus unserer Region zu sich nehmen, müsse auch in der Zukunft gewährleistet sein. „Wir wollen, dass der Landkreis Landshut sich der gemeinsamen Initiative Zivilcourage-Landshut anschließt, die es sich zur Aufgabe macht, den Landkreis Landshut agro-gentechnikfrei zu halten“, stelle Ruth Müller abschließend fest.

Bildunterschrift:

Fraktionsvorsitzende Ruth Müller (vorne links) setzt sich zusammen mit den Mitgliedern ihrer Fraktion für einen gentechnikfreien Landkreis Landshut ein.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.