"Verbot für Klonfleisch innerhalb der EU"

Veröffentlicht am 08.09.2015 in Presse

Am Dienstag hat das Europäische Parlament in erster Lesung über die neuen Regeln zum Klonen von Tieren abgestimmt. Aus zwei Richtlinienvorschlägen haben die Europaabgeordneten nun eine Verordnung gemacht. Am Ende eines Gesetzgebungsverfahrens gelten damit die gleichen Regeln in allen Mitgliedstaaten.

Der Amberger SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug begrüßt das Ergebnis: "Wir haben für die Verbraucher endlich Gewissheit schaffen können: In den Regalen europäischer Supermärkte wird es  kein Klonfleisch geben."

"Wenn die Verbraucher kein Klonfleisch wollen, dann reicht es nicht, nur das Klonen zu verbieten – niemand würde ein teures Klontier schlachten", erklärt Ertugs Kollegin Susanne Melior, Mitglied des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI), und ergänzt: "Klonfleisch und Klonmilch sind nun vom Tisch, denn wir haben jetzt zusätzlich zum Klonen selbst auch die Vermarktung der Nachkommen abgelehnt. Und wir  haben durchgesetzt, dass Eizellen und Samen von Klontieren nicht in die EU eingeführt werden dürfen".

Der ursprüngliche Vorschlag der Kommission enthielt nur ein zeitlich befristetes Klonverbot. Auch das haben die Abgeordneten geändert. "Um Rechtssicherheit zu schaffen und keine Ungewissheit bei den Verbrauchern aufkommen zu lassen, haben wir uns für ein dauerhaftes Verbot des Klonens ausgesprochen. Und das betrifft nicht nur Rinder oder Schweine, sondern alle Nutztierarten", erläutern Melior und Ertug gemeinsam.

Ismail Ertug und Susanne Melior betonen auch die mit dem Klonen verbundenen Qualen für den Tierschutz: "Wer Tiere klont, verursacht großes Leid bei den Muttertieren und bei den Klonen selbst." Zwischen 1998 und 2007 durchgeführte Studien haben gezeigt, dass sich beim Klonen für die Tiere nichts verbessert hat. Die Muttertiere leiden oft unter Funktionsstörungen der Plazenta. Es kommt zu schweren Geburten, da die Nachkommen insbesondere bei Rindern unnatürlich groß sein können. Die Klontiere selbst sterben häufig bereits vor, während oder kurz nach der Geburt an Herz-Kreislauf-Versagen oder Atmungsproblemen.

In einem nächsten Schritt muss sich der Ministerrat mit dem Dossier befassen. Der Beginn der Arbeiten daran ist für Oktober 2015 geplant. Mit einem schnellen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist also nicht zu rechnen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.