Umweltbundesamt will die PKW-Maut

Veröffentlicht am 18.04.2010 in Verkehr

MdB Marianne Schieder: Bundesregierung arbeitet heimlich an der Einführung einer Pkw-Maut

"Die Bundesregierung führt seit Monaten den deutschen Autofahrer hinters Licht. Das ist Zick-Zack-Politik übelster Machart auf dem Rücken der deutschen Autofahrer", resümiert MdB Marianne Schieder zur Forderung des Präsidenten des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, eine flächendeckende Pkw-Maut in Deutschland einzuführen. Mal würden Vorschläge zur Einführung einer Pkw-Maut aus Koalitionskreisen durchsickern, die wenig später wieder dementiert werden. Dann komme der Bundesverkehrsminister Ramsauer mit dem gleichen Vorschlag um die Ecke und ziehe ihn nach Druck aus dem Kanzleramt wieder zurück.

Die SPD-Abgeordnete vermutet, dass die Bundesregierung heimlich an der Einführung einer Pkw-Maut arbeitet. Die Äußerungen des Umweltbundesamt-Präsidenten Jochen Flasbarth seien ein weiteres Indiz dafür. Die bisherigen halbherzigen ablehnenden Äußerungen von Merkel und Ramsauer zur Pkw-Maut seien reine Lippenbekenntnisse. "Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf, sich eindeutig von den Plänen des Umweltbundesamtes zur Einführung einer Pkw-Maut zu distanzieren", fordert Marianne Schieder. Ein klarstellender Antrag der SPD-Bundestagsfraktion vor einigen Wochen wurde von der schwarz-gelben Koalition abgelehnt.

Marianne Schieder steht der Einführung einer flächendeckenden Pkw-Maut äußerst skeptisch gegenüber. Das vom Umweltbundesamt angedachte Modell sehe, wie man der Presse entnehmen könne, vor, dass beispielsweise umweltfreundliche PKWs geringere Mautgebühren zahlen oder dass bestimmte Strecken eventuell auch nur zu bestimmten Tageszeiten mit unterschiedlichen Gebühren belegt werden sollen. "Dazu braucht es ganz enormen bürokratischen Aufwand für die Erfassung, Verwaltung und Auswertung der Daten. Diese erheblichen Nebenkosten der Maut fallen für die Autofahrer zusätzlich an und stellen eine völlig unnötige Belastung dar. Es ist auch mehr als wahrscheinlich, dass eventuelle Entlastungen durch eine Senkung von KFZ- oder Mineralölsteuer die zusätzlichen Belastungen nicht ausgleichen werden", erläutert die Abgeordnete ihre Position.

Ein derartiges, flexibles Mautsystem sei aber vor allem eines: zu kompliziert. Abbuchungen und Zahlungen könnten vom Einzelnen schwer überprüft und nachvollzogen werden. "Die erforderliche Datensammlung und -speicherung ist meines Erachtens auch schwer mit den vom Grundgesetz garantierten Persönlichkeitsrechten und dem Schutz der Privatsphäre vereinbar", stellt die Rechtspolitikerin fest.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.