Umschuldung, Staatsbankrott oder neue Wachstumsstrategie?

Veröffentlicht am 11.07.2011 in Europa

"Regensburger Gespräche" der Friedrich-Ebert-Stiftung zu politischen Konzepten gegen die Krise in der Eurozone

Es ist ein großes Jammern und Protestieren in Europa: Steuerzahler in den „reichen“ Staaten zweifeln immer stärker daran, ob Griechenland und Portugal mit milliardenschweren Hilfsprogrammen wirklich vor der Pleite gerettet werden können und sollen. Zehntausende gehen in diesen Ländern gegen höhere Steuern, Lohn- und Rentenkürzungen auf die Straße. IWF, EU und EZB beharren auf ihrer Forderung nach einem strikten Konsolidierungskurs, auch in Irland, bevor sie weitere Milliardenhilfen frei geben.

In Wissenschaft, Medien und auch in der Sozialdemokratie wird aber immer häufiger die Frage gestellt, ob es für Staaten, die ihre Schulden ja bald zurück zahlen sollen, hilfreich ist, wenn Arbeitnehmer entlassen werden und Geschäftspleiten zunehmen. Dies schwäche zusätzlich die Nachfrage und führe zu noch geringeren Steuereinnahmen.

Um die EU und ihre Integration zu stärken, wird eine „neue“ europäische Wirtschafts-, Fiskal- und Ordnungspolitik gefordert, die durch öffentliche Investitionen Bildung und Infrastruktur stärkt. Dadurch könnten schwächere Länder mittel- und langfristig mehr profitieren als von Finanzspritzen, die nur dazu dienten, die Forderungen der Gläubiger zu erfüllen.

Wichtige Schritte, um die EU wieder in eine bessere Balance zu bringen, seien ferner der Abbau von Leistungsbilanzdefiziten, höhere Löhne in den prosperierenden Exportnationen, vor allem in Deutschland, und die Einführung einer Finanztransaktionsteuer.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Regensburger Gespräche“ lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung dazu ein sich etwas intensiver über Ursachen und Wege aus der Krise in der Eurozone zu informieren und mit sachkundigen Gesprächspartnern aus Europaparlament und Deutschem Bundestag zu diskutieren.

Teilnehmer sind unter anderem die Oberpfälzer SPD-Politiker Ismail Ertug, MdEP und Werner Schieder, MdB und Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.



Die Veranstaltung findet am Samstag, 16. Juli 2011 ab 10:00 Uhr im SORAT Insel-Hotel; Müllerstraße 7, 93059 Regensburg statt.
Anmeldung erforderlich bis 12. Juli unter
E-Mail (regensburg@fes.de) oder http://www.fes-regensburg.de

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.