Total missglückt: Die CSU-Politik des ersten Halbjahrs

Veröffentlicht am 24.06.2012 in Landespolitik

Christian Ude: "Trostlose Bilanz der CSU-Politik"

In seinem aktuellem Rundschreiben stellt Christian Ude fest: "Eine nüchterne Bilanz der CSU-Politik, die sich an tatsächlichen Ergebnissen und nicht an medialen Auftritten oder haltlosen Versprechungen orientiert, schaut trostlos aus".
Vom verantwortungslosen Privatisierungswahn bis zur Verdoppelung der bayerischen Staatsschulden in den letzten 15 Jahren reicht die Liste des Versagens.

  • In Wildbad-Kreuth wurde noch das baldige Comeback des CSU-Superstars Karl-Theodor zu Guttenberg verkündet. Inzwischen ist er von der Bildfläche verschwunden. Dem Bundespräsidenten Christian Wulff wurde trotz aller Affären Treue geschworen, inzwischen musste die CSU widerwillig mit Joachim Gauck den Kandidaten von Rot-Grün unterstützen, den sie nicht ein zweites Mal verhindern konnte.
  • Seit Monaten nervt die CSU die gesamte deutsche Öffentlichkeit mit dem Betreuungsgeld. Treffend schrieb Angela Böhm in der Abendzeitung über das „Unsinns-Gesetz“: „Dabei ist das Ganze immer irrwitziger: Eine Alleinerziehende, die auf die KiTa angewiesen ist, bekommt nichts. Eine Managerin mit Kindermädchen schon.“ Selbst die Deutschen Landfrauen und Bayerns Katholische Frauenverbände sagen Nein zu dieser verfehlten Maßnahme, die aber Unsummen in Milliardenhöhe verschlingt, die dann beim Ausbau der Kinderbetreuung schmerzlich fehlen.
  • Die Energiewende, mit der die Union punkten wollte, erweist sich nach eigenem Eingeständnis als riesiger Flop: Es fehlt buchstäblich an allem, an Kraftwerken, an Netzverbindungen, an Speicherkapazitäten. Da verspricht sich Horst Seehofer Trost durch die Gründung eines „Bayernwerkes“. Wie bitte? Der Freistaat besaß schon einmal mit den real existierenden „Bayernwerken“ eines der größten Energieunternehmen der Republik. Es war das Herzstück und der Markenkern Stoiber'scher Landespolitik, die Bayernwerke zu verscherbeln. Aus und vorbei. Jetzt will die CSU den eigenen Irrweg („Privat vor Staat“) in winzigen Schritten wieder rückwärts gehen, um ein klitzekleines Bayernwerk zu schaffen, was nicht falsch, aber rührend hilflos ist. Soll das die Wirtschaftskompetenz, die Energiekompetenz, die Zukunftskompetenz der CSU sein?
  • Mit „Bayern schuldenfrei“ wurde bereits lange vor Beginn des Wahlkampfs ein so haltloses Versprechen gemacht, dass der Wahlkampf der CSU nicht mehr seriös werden kann. Uns aber bleibt ausreichend Zeit, die frohen Verheißungen mit der bitteren Realität zu vergleichen: Die Staatsregierung hat Bayerns Schuldenlast in den letzten 15 Jahren verdoppelt!
  • Allein das Landesbank-Desaster, das von der Staatsregierung selbst angerichtet wurde und von ihr zu vertreten ist, hat die Verschuldung um 10 Milliarden € in die Höhe getrieben. So viel zum Thema Finanzkompetenz!
  • Weil der Freistaat seine eigenen Mieter im Stich lassen will, und ihnen nicht einmal ausreichenden mietvertraglichen Schutz gewährt (wie es die Mietervereine, die Stadt München und die SPD seit Jahren fordern), sollen die bayerischen Kommunen Hunderte Millionen Euro zusammenkratzen, um den Mietern der Landesbank-Tochter GBW AG das Schlimmste zu ersparen.
  • Dass Horst Seehofers Facebook-Party trotz aller Getränke-Gutscheine eine Nobel-Disko nur zur Hälfte füllen konnte, steht trotz des Medienrummels in einem wunderbaren Kontrast zu unseren Veranstaltungen in überfüllten Bierzelten in der gleichen Zeit mit Peer Steinbrück im Münchner Osten (1.500 Besucher) und bei der Dult in Regensburg (1.800).
  • Wenn es wahr ist, dass Horst Seehofer seinen stärksten Medienauftritt und seine meisten YouTube-Clips mit seinem „authentischen Zornesausbruch“ nach dem Wahlsieg von Hannelore Kraft und der SPD in Nordrhein-Westfalen hatte, können wir ihm getrost noch viele derartige Auftritte gönnen – den nächsten nach der Wahl in Niedersachsen.
 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.