Setzen sich für eine zukunftsfähige DSL-Glasfaserversorgung auf dem flachen Land ein:(v.l.) Rainer Pasta, Sprecher des AK Labertal, Bürgermeister Hans Dechant (Regenstauf), Roland Kraus, MdL Annette Karl, Kathleen Herfurt, Sprecherin der BI, Armin Buchner SPD-Marktrat
„Zukunft DSL“
Das flache Land braucht eine zukunftsfähige DSL-Glasfaserversorgung
Auf großes Interesse stieß der Informationsabend der Bürgerinitiative „Zukunft DSL“ in Allersdorf zu der Sprecherin Kathleen Herfurt MdL Annette Karl, die breitbandpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion begrüßen konnte.
Zu dieser Veranstaltung war in der Laberzeitung zu lesen:
MdL Annette Karl wetterte eingangs ihres Referats über die Bayernpolitik zum Thema Breitbandversorgung, im Besonderen was die Aussagen von Ministerpräsident Seehofer und Wirtschaftsminister Zeil betrifft, beide würden die ganze Sache einfach nur schönreden. „Man könne nicht immer nur davon reden, dass der ländliche Raum den Rückhalt Bayerns darstelle, in Wirklichkeit aber in vielen Dingen einfach im Stich gelassen wird und so die Metropolisierung immer schneller voranschreitet“.
Gerade die Breitbandversorgung sei hier ein Paradebeispiel wie sich der Staat aus der Verantwortung zieht. „Während in München momentan 50 Megabit schnelle Datenautobahnen eingerichtet werden reicht es am Land gerade mal zu 50 Kilobit. Breitband ist die Telefonie des 21. Jahrhunderts. Wir brauchen diese Versorgung nicht für Internetspiele, vielfach ist Internet heute schon Voraussetzung für Bildung und Arbeit und ein Hinterherhinken auf dem Land begünstigt bewiesenermaßen die Landflucht“ so Annette Karl. Dem neusten Verfahren „Digitale Dividende“ wo frei gewordenen Radiofrequenzen zur Breitbandversorgung genutzt werden, erteilte sie aufgrund vieler Nachteile eine Absage. „Der Staat muss sich seiner Pflicht stellen, Breitbandanschluss ist Teil der Daseinsvorsorge, auch andere Länder machen dies in Staatsverantwortung“, so die Rednerin.
SPD- Marktgemeinderat Armin Buchner berichtete von einem Bauvorhaben für flächendeckende DSL Versorgung in Oberösterreich das sich der SPD Ortsverein und SPD Arbeitskreis Labertal vor kurzem bei einem Besuch vorstellen lies. Dieses ehrgeizige und dennoch finanzierbare Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht jeden Haushalt, auch im noch so entlegenen Weiler, eine Breitbandanbindung zu ermöglichen. Der Betreiber versorgt dabei jede Gemeinde mit Glasfaserkabel und Versorgungsstellen, den internen Ausbau in den Orten regelt die Gemeinden in Eigenverantwortung. Um Kosten zu sparen werden dabei Glasfaserkabel auch im Freileitungsbau verlegt was hierzulande von vielen Technikern als nicht machbar dargestellt wird.