SPD ruft zur Teilnahme an Mahnwache und Count-Down-Veranstaltung auf

Veröffentlicht am 13.03.2011 in Umwelt

MdEP Ismail Ertug mit den beiden Kreisvorsitzenden Kerstin Schanzer (l.) und Ruth Müller (r.)

MdeP Ismail Ertug am Samstag Redner in der Landshuter Altstadt

Mit großer Bestürzung hat die SPD im Landkreis Landshut die Umwelt- und Nuklearkatastrophe in Japan verfolgt. Die Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke war und ist ein großer Fehler, bekräftigt die Kreisvorsitzende Ruth Müller. Gerade die Region Landshut ist mit drei kerntechnischen Anlagen durch den Beschluss der schwarz-gelben Bundesregierung, die Laufzeiten zu verlängern, einem vermehrten Risiko ausgesetzt. Isar 1 ist ebenso wie der in Japan zerstörte Reaktor Fukushima ein Siedewasserreaktor der ältesten Baureihe.

Nach dem alten Atomgesetz wäre Isar 1 im Juni 2011 stillgelegt worden, doch die Bundesregierung hat gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung den alten Atomkonsens aufgekündigt und durch das Parlament gepeitscht. Ungeklärt ist nach wie vor die Frage der Entsorgung, betont auch die stellvertretende Kreisvorsitzende Kerstin Schanzer.

In Deutschland wird es glücklicher Weise kaum zu einem derartigen Erdbeben kommen, wie in Japan, dennoch geben die schrecklichen Vorfälle in den Japanischen Atommailern nach der verheerenden Umweltkatastrophe neuen Nährstoff für die Aktivitäten der SPD im Hinblick auf das Abschalten von Isar 1. Dem letzten Skeptiker muss jetzt klar geworden sein, dass wir dort, wo Atomanlagen in Betrieb sind, mit einer tickenden Zeitbombe leben. Dem Mensch wird deutlichst vor Augen geführt, dass es keine sichere Atomkraft gibt, wenn sogar eine hochtechnisierte Gesellschaft wie die japanische nicht in der Lage ist, die Atomkraft unter allen Umständen zu beherrschen.

Unvorstellbar ist die Not, die die Menschen vor Ort trifft, die innerhalb weniger Stunden ihre Heimat verlassen müssen und vor dem Nichts stehen. Die letzten beiden Tage habe die Kreisvorsitzende der SPD damit verbracht, einen Heimflug für ihre Nichte zu organisieren, die zu einem Auslandssemester in Tokio weilt. In Japan geht es drunter und drüber - ein Großteil der Menschen ist auf der Flucht, viele Landstriche sind zerstört und unpassierbar. Und dazu komme die Angst vor der Strahlung durch die Kernschmelze und die unzureichende Informationspolitik.

Die SPD ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den Mahnwachen und BüfA-Veranstaltungen zu beteiligen. Am Montag findet ab 18.00 Uhr wieder die Mahnwache bei Isar 1 statt. Treffpunkt ist vor dem Rathaus in Niederaichbach. Am Samstag findet die nächste Count-Down-Veranstaltung für ISAR 1 in der Landshuter Altstadt statt. Der SPD-Europa-Abgeordnete Ismail Ertug wird dort zu den aktuellen Ereignissen sprechen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.