SPD kämpft für Hauptamtliche beim THW - Schwarz-Gelb plant Stellenkürzungen

Veröffentlicht am 11.11.2010 in MdB und MdL

SPD fordert: THW in den Kreis der Sicherheitsbehörden aufnehmen

Zu den Plänen der Bundesregierung, beim THW in den nächsten zwei Jahren rund 50 der rund 800 hauptamtlichen Stellen zu kürzen, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder: "Im Koalitionsvertrag wird gefordert, dass diejenigen, die sich in Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und im THW aufopfernd und unentgeltlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen, dauerhaft unterstützt werden müssen. Mit der Entscheidung, rund 50 Stellen beim THW zu kürzen, zeigt die Koalition wie viel ihnen ein moderner Bevölkerungsschutz wirklich wert ist. Mal wieder wurden den Bürgerinnen und Bürgern Versprechungen gemacht, die nicht eingehalten werden."

Deshalb hat sich die SPD in der Haushaltsausschusssitzung am 11. November mit einem eigenen Antrag gegen die geplanten Stellenkürzungen beim THW eingesetzt. Das THW soll in den Kreis der Sicherheitsbehörden aufgenommen werden, was neben dem Verzicht auf die Stellenstreichung auch eine Anerkennung der Leistungen des THW im zivilen Katastrophenschutz bedeutet.Dieser Antrag wurde von Schwarz-Gelb kommentarlos abgelehnt.

Bereits in den Verhandlungen zum Haushalt 2008 wollte das unionsgeführte Bundesinnenministerium eine Absenkung der hauptamtlichen Stellen beim THW mittelfristig von 800 auf gut 700 durchsetzen - damals hat sich die SPD erfolgreich für eine Rücknahme dieser Stellenstreichungen und eine langfristige Absicherung des Personaltableaus einsetzen können. Der Haushaltsausschuss beschloss damals einstimmig, das hauptamtliche Personal beim THW von den allgemein von allen Ministerien zu erbringenden pauschalen Stellenkürzungen herauszunehmen.

Zur Koordinierung der rund 80.000 Helferinnen und Helfer bei vermehrten Einsätzen im In- und Ausland sind eine professionelle Unterstützung und ein starkes Hauptamt langfristig unerlässlich. Sei es bei der Hochwasserbekämpfung, die Beseitigung von Sturm- oder Brandschäden - das THW ist stets zur Stelle, um die Menschen vor Ort vor Katastrophen zu schützen beziehungsweise ihnen im Unglücksfall helfend zu Seite zu stehen.

Auch im Ausland, wie bei den Erdbeben in Chile und Haiti, hat sich das THW durch seine Unterstützung internationale Anerkennung erworben. Damit ist nun Schluss, da die geplante Stelleneinsparung die erfolgreiche Organisationsstruktur des THW und damit die Effektivität der Einsätze im In- und Ausland gefährdet. Ehrenamtliche Helfer müssten dann die Stellenstreichungen bei den Hauptamtlichen kompensieren und stünden nicht mehr für den Katastrophenschutz zur Verfügung. Auch die Übernahme neuer Aufgaben wäre nicht mehr machbar.

Vor dem Hintergrund sich häufender Naturkatastrophen ist dieser Kahlschlag von Schwarz-Gelb beim hauptamtlichen Personal des THW ein fatales Signal gegen die Sicherheit und den Zivilschutz der Bürgerinnen und Bürger.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.