SPD fordert dauerhafte Finanzhilfen des Bundes für Bildung

Veröffentlicht am 27.01.2012 in Bildung

Bildungsföderalismus: Zusammenarbeit von Bund und Ländern ermöglichen

Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Antrag zur Überwindung des sogenannten Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildung in den Bundestag eingebracht. Diese neue parlamentarische Initiative soll ermöglichen, dass Bund und Länder bei der Bildung zusammenarbeiten dürfen. Die dafür nötige Änderung des Grundgesetzes ist nur mit breiter Zustimmung in Bundestag und Bundesrat möglich. Die bildungspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern, MdB Marianne Schieder erklärte dazu: "Wir bringen in dieser Woche einen neuen Vorschlag in den Bundestag ein, der auch von den SPD regierten Bundesländern unterstützt wird."

Konkret schlägt die SPD einen neuen Grundgesetzartikel 104c vor, der dauerhafte Finanzhilfen des Bundes für Bildung ermöglicht. Damit wird nicht die Bildungshoheit der Länder in Frage gestellt. Vielmehr geht es um eine Unterstützung des Bundes zum Wohl der Kinder. Grundlage dafür müssen Vereinbarungen des Bundes mit allen Ländern sein, wodurch eine Einschränkung der Bildungshoheit oder eine Ungleichbehandlung der Länder verhindert wird.

"Wir setzen darauf, dass dieser Vorschlag von den anderen Fraktionen konstruktiv aufgenommen und zügig diskutiert wird", meinte Marianne Schieder, "wir wollen ganz ausdrücklich noch in dieser Legislaturperiode erreichen, dass Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungspolitik ermöglicht wird."

Damit soll zum Beispiel ein neues Ganztagsschulprogramm und eine bessere Unterstützung von Schülerinnen und Schülern etwa im Bereich der Schulsozialarbeit vereinbart werden können. Das ist dringend nötig.

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert insbesondere die CDU/CSU auf, endlich mitzumachen bei der Änderung des Grundgesetzes. Hier ist bundesweit eine bessere Zusammenarbeit nötig. Die bisherige Weigerung, den Bund in Sachen Bildung mitwirken zu lassen, hat doch die Position der Ländern nicht gestärkt, sondern im Gegenteil, sie finanziell zu unterstützen, unmöglich gemacht.

"Wenn die CDU/CSU einen anderen Vorschlag hat, um mehr Bildungszusammenarbeit zu erreichen, sind wir gerne zur Diskussion bereit", so Marianne Schieder. Aber es müsse endlich mehr kommen als nur wohlfeile Sonntagsreden der Bundesministerin.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.